Lauenbrücker entwickelt sich in Heeslingen zur Abwehrstammkraft / „Das Warten hat sich gelohnt“

Bremer hat der Ehrgeiz gepackt

Der Strafraum wird durch das konsequente „Abräumen“ von Heeslingens Innenverteidiger Dominik Bremer für jeden Gegner zur Tabu-Zone.

Kreis-Rotenburg - Von Manfred KrauseHEESLINGEN · Der TuS Heeslingen holte sich in einer beeindruckenden Aufholjagd die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Oberliga. Mitten drin war Dominik Bremer, der in der Innenverteidigung nach souveränen Leistungen seinen Teil zum tollen Abschneiden beitrug. Der 20-jährige Lauenbrücker schaffte durch enorme Willensstärke und eine engagierte Trainingsarbeit den Sprung in die Stammelf.

„Dominik hat eine souveräne Hinrunde gespielt und ist zur festen Größe geworden. In den letzten Monaten hat er einen großen Schub bekommen. Verbessern muss er sich aber noch in der Handlungsschnelligkeit“, urteilt Trainer Torsten Gütschow. Doch auch die Hürde wird der 1,93 Meter große Modell-Athlet nehmen. „Der Ehrgeiz hat mich definitiv gepackt“, sagt Dominik Bremer. Das sah nicht immer so aus. Als er in den Herrenbereich wechselte, ließ er die Sache Fußball ein wenig schleifen. „Das lag unter anderem an meiner Ausbildung und der damit verbundenen langen Anfahrt zum Training. Und dann spielte auch mein Schienbeinbruch, den ich in der B-Jugend erlitten hatte, damit rein. Ich hatte noch lange nach den Operationen große Probleme. Und Angst, dass wieder etwas passieren könnte“, so Bremer, der die Kurve zum Saisonstart bekam und jetzt auch kurz vor der Gesellen-Prüfung zum Fahrzeugbauer steht.

Dass er einst vom SV Rot-Weiß Scheeßel zu den B-Junioren ins Waldstadion wechselte, war eher Zufall: „Olaf Behrendt hat mich nach Heeslingen geholt. Nach einem Punktspiel saß ich vor unserer Sportanlage auf dem Bordstein und wartete auf meine Mutter. Dort sprach er mich an“, erinnert sich Bremer, der bei den Rot-Weißen das Fußball-ABC ab dem F-Jugendalter lernte. Sein erster Trainer hieß Michael Lemke, der ihn ins Sturmzentrum stellte. „Später habe ich auf der Zehner-Position gespielt und wichtige Erfahrungen im Mittelfeld gesammelt. In Heeslingen ging es dann noch weiter nach hinten“, so der Fan von Borussia Dortmund.

Sein gutes Pass- und Flugballspiel, die Kopfballstärke und die Übersicht zeichnen ihn aus. Wichtige Tipps holt er sich aus nächster Nähe von Jan Koch, der mit ihm die „Festung“ in der Innenverteidigung bildet, und von Defensivkraft Wojciech Bobrowski. „Ich möchte mich ständig verbessern und spreche nach dem Spiel und dem Training oft mit Wojciech“, verrät Bremer. Und er gesteht: „Da es für mich eine Qual war, in der vorigen Saison überwiegend auf der Bank zu sitzen, bin ich sehr stolz, dass sich das Warten gelohnt hat.“ Auf seine Stärken angesprochen, zeigt er sich selbstbewusst: „Durch meine Körpergröße gewinne ich viele Kopfball-Duelle. Zudem meine ich, dass ich recht gut mit dem Ball umgehen kann und die Zweikämpfe sehr aggressiv anzugehen weiß.“

Nach dem starken Endspurt bis zur Winterpause sieht Bremer das Erreichen der eingleisigen Oberliga als Minimal-Ziel an. „Ich denke, ein Platz zwischen eins und drei ist realistisch.“ Und er verrät: „Die Regionalliga ist sicher mein Ziel. Super wäre es, wenn ich das mit Heeslingen schaffen könnte.“

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