Rückraumspieler gewinnt an Körperlichkeit und verstärkt das Team ungemein

Brandt 2.0 – ein Plus für Rotenburg

Bekannt für seine Sprungkraft: Chris Ole Brandt wird für die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg immer wichtiger.
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Bekannt für seine Sprungkraft: Chris Ole Brandt wird für die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg immer wichtiger.

Rotenburg – Dass er noch höher springen kann, als seine Gegenspieler den Block ansetzen können, ist längst bekannt. Nicht nur in der Handball-Oberliga hat sich Chris Ole Brandt mit seiner enormen Sprungkraft inzwischen einen Namen gemacht. Nimmt sich der 19-Jährige einen Wurf aus dem Rückraum, wird’s für die gegnerische Abwehr schwer. In der neuen Saison – wann auch immer diese weitergehen wird – wahrscheinlich sogar noch mal mehr. Schließlich hat der Rechtshänder seit Beginn der Corona-Krise einiges an Muskeln aufgebaut. „Jetzt ist es noch schwieriger, mich aus der Luft zu fischen, als es ohnehin schon war“, sagt Brandt und lacht. Mit seinen sieben Treffern war er bei der 17:42-Klatsche beim TV Bissendorf-Holte im ersten und bisher einzigen Saisonspiel des TuS Rotenburg der Lichtblick für den Wümme-Club. Sofern der Rückraumspieler es schafft, nach dem Re-Start der Spielzeit an diese überzeugende Leistung und Torgefahr anzuknüpfen, ist seine Wichtigkeit für die Oberliga-Mannschaft schlicht unumstritten.

Doch daran ist für Brandt nicht so wirklich zu denken. „Wir haben in Bissendorf als Team verloren und sicherlich nicht das gezeigt, was wir können. Da kann ich mich nicht aus der Rechnung rausnehmen“, betont er, fügt aber direkt an: „Natürlich war ich nach der Niederlage erst mal enttäuscht. Aber Kopf in Sand stecken, ist nicht.“ Auch wenn die Saison aktuell bekanntlich ausgesetzt ist und sich nicht nur die Sportwelt im Lockdown befindet, möchte Brandt das Ziel seines Teams – der Klassenerhalt – nicht aus den Augen verlieren. „Wir können die hohe Auftakt-Niederlage ja nicht von heute auf morgen vergessen machen, aber wir haben als Team darüber gesprochen“, verrät er. Damit konnten seine Mannschaftskollegen und er immerhin ohne ein ganz schlechtes Gefühl in die Pause auf unbestimmte Zeit gehen.

Kommunikation generell ist im Mannschaftssport ungemein wichtig. Das erfährt Brandt neuerdings immer wieder. Schließlich trainiert er seit Kurzem die A-Jugend seines Ex-Vereins TV Oyten. Das Spieler-Dasein hat für ihn aber dennoch stets Vorrang. „Mir bedeutet es unglaublich viel, selbst auf dem Spielfeld zu stehen und Handball zu spielen“, stellt er klar. Das sei auch beiden Vereinen von Beginn an so kommuniziert worden. „Dazu gibt es eine klare Absprache mit meinem Jugendteam, dass meine Priorität auf meinem Spielerdasein liegt.“

Dieses dürfte sich zuletzt – wie bereits erwähnt – noch einmal verändert haben. „Ja, ich habe über die Jahre hinweg sehr häufig zu hören bekommen, dass ich noch einmal an Gewicht zulegen muss, um noch schlagfertiger zu werden“, erzählt Brandt. Gesagt, getan.

Seit Beginn der Corona-Krise habe er sein Training umgestellt, optimiert und damit einiges an Muskeln aufgebaut. „Das kommt mir auf jeden Fall zugute“, weiß er. Es klingt schon fast, wie eine kleine Kampfansage. Dass Brandt aus dem Rückraum extrem gefährlich agieren kann, hat er auch in der abgebrochenen Saison 2019/2020 immer mal wieder erfolgreich unter Beweis gestellt. Gut möglich also, dass er mit seiner neuen Körperlichkeit auch an Konstanz dazugewonnen hat. Keine Frage: Mit seinem Siegeswillen tut er dem TuS Rotenburg gut. Wenn er die nun wieder die sportfreie Zeit im „kleinen“ Lockdown für sich nutzt, um körperlich noch kompakter zu werden, kann sein neues Handball-Ich zum „Top-Neuzugang“ für den Wümme-Club werden.

Von Lea Oetjen

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