RSV muss für nächste Saison neuen Coach suchen / „Nicht mit mir vereinbar“

Bounoua lehnt Angebot ab

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Grund zu guter Laune hatte Morad Bounoua als Trainer des Rotenburger SV zuletzt selten. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseMorad Bounoua hat genug gesehen. Nach den Auftritten der letzten Wochen ist der erst im Februar eingesprungene Coach des Rotenburger SV zum Entschluss gekommen, nicht über die Saison hinaus beim Fußball-Oberligisten zu bleiben. Der 39-jährige Ex-Profi lehnte das Angebot des Wümme-Clubs ab. Begründung: „So kann ich nicht mehr arbeiten. Das kann ich nicht mit mir vereinbaren – so leid es mir tut.“

Die Haltbarkeitsdauer eines RSV-Trainers könnte geringer kaum sein. Lediglich Andreas Becker brachte es einst auf stolze vier Jahre, Frank Stresing immerhin noch auf zwei. Bounoua hatte erst im Februar den Job von seinem Bruder Jamal übernommen. Im Sommer wird jetzt bereits der zehnte Trainer in den letzten zehn Jahren auf der Kommandobrücke des Oberligisten stehen.

Wer das sein wird, ist noch nicht entschieden. Doch das soll möglichst schon in den nächsten Tagen passieren – wie von Seiten des Vorstandes verlautete. „Wir müssen jemanden finden, der mit dem arbeiten kann, was da ist. Wir suchen jetzt ein anderes Profil, keinen Ex-Profi“, verrät der zweite Vorsitzende Thorsten Bruns. Er war übrigens nach der ersten Verhandlungsrunde mit Bounoua von dessen Verlängerung ausgegangen. „Aber ein bisschen kann ich ihn auch verstehen“, denkt er an die Hände, die dem Club in finanzieller Hinsicht gebunden sind und die aktuell zu sportlicher Erfolglosigkeit führen.

Morad Bounoua selbst erwartet zwar keine Profibedingungen, aber wenigstens Oberliga-Voraussetzungen – „aber das ist keine Oberliga derzeit“, sagt er ganz ehrlich. Das fange bei organisatorischen Dingen an, um die sich die Mannschaft

„Manche Spieler müssen sich hinterfragen“

selbst kümmern müsse, würde die Qualität des Kaders betreffen und höre bei der Einstellung einiger Spieler auf: „Manche müssen sich hinterfragen, ob sie alles tun, um für den RSV zu spielen“, redet der Coach Tacheles. Dabei hatte er vor einigen Woche durchaus über die Fortsetzung seiner Arbeit nachgedacht. Nun wird er aber zumindest zu seinem Wort stehen und bis Saisonende weitermachen. „Ich werde auch bis zum Schluss selbst spielen“, verspricht der Ex-Profi.

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