Bounoua-Elf verpasst vorzeitigen Klassenerhalt – 2:3 / Ostereistedt cleverer

Brückner bringt „Vissel“ wieder in die Bredouille

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Visselhövedes Innenverteidiger Kai Jager patzte ein Mal kräftig und verursachte den Strafstoß – in dieser Szene leitet er allerdings das Anschlusstor von Merwan Sabouneh ein.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Die Rentnergang, die da traditionell auf Höhe der Mittellinie ihre Position bezogen hatte, war enttäuscht. „Das ist heute ein Trauerspiel“, fasste der eine die Geschehnisse dort unten auf dem Feld zusammen. In der Tat: Statt den Klassenerhalt vorzeitig in trockene Tücker zu packen, unterlagen die Bezirksliga-Fußballer des VfL Visselhövede aufgrund eklatanter Fehler dem bereits abgestiegenen FC Ostereistedt/Rhade daheim mit 2:3 (1:2). Immerhin liegen die Heidestädter noch vier Punkte vor der Gefahrenzone.

Die Gäste waren vor allem eines: cleverer! Das war nach Visselhövedes Führung durch Patrick Peter (17.) nicht nur beim Ausgleich so, als der starke Kevin Weigert einen schnell ausgeführten Freistoß nutzte, sondern vor allem auch bei der Führung. „Timo, pass’ auf, der steht am Sechzehner“, wies Ostereistedts Coach Matthias Gerdes Kapitän Schlesselmann auf das offensive Spiel von Keeper Michel Brückner hin. Keine fünf Minuten später zog der Angesprochene knapp hinter der Mittellinie ab und überlupfte Brückner. „Manchmal klappt das eben“, bemerkte Gerdes, während Visselhövedes Trainer Jamal Bounoua fand: „Michel soll so weit vorne stehen, das war kein Fehler von ihm, der wurde vorher gemacht.“

Was Bounoua vor allem ärgerte war die Tatsache, dass die Abstände zwischen Abwehr, Mittelfeld und Sturm nicht passten: „Wir sind immer einen Schritt zu spät gekommen. Nach dem 1:0 haben wir aufgehört zu spielen. Das war in der zweiten Halbzeit dann deutlich besser.“

Da gerieten die Heidestädter aber auch weiter in Rückstand. Zwar noch nicht in der 48. Minute, als Kai Jager gleich zwei Mal gegen Emanuel Wolff patzte und ihn dann auch noch foulte, Steffen Müller den Strafstoß aber übers Tor jagte. Dafür jedoch in der 71. Minute, als Brückner nach einer Weigert-Ecke vorbeigriff und Conny Vehrs einköpfte.

„Die wollen wohl nicht drin bleiben in der Klasse“, befürchtete einer der älteren Stammgäste auf der Tribüne. „Die können nicht mal den Ball annehmen“, lautete eine weitere kritische Anmerkung. Für einen kurzen Hoffnungsschimmer sorgte Stürmer Merwan Sabouneh, neben Patrick Peter noch einer der Aktivposten, als er eine Flanke von Jager zum 2:3 verwertete (89.). Doch da Atdhe Haliti zu eigennützig agierte, statt das Zuspiel zu versuchen (90.), blieb es dabei. Abschließender Kommentar aus den Reihen der Rentner: „Ende der Durchsage.“

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