Einstiger Publikumsliebling kehrt zurück

Die Botschaft gefällt Rose: Hiob stürmt für den RSV

Kaum verändert: Patrick Hiob bei einem seiner letzten Einsätze für den RSV in der Saison 2008/2009. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Publikumsliebling, Goalgetter, Kettenraucher, Enfant terrible: Patrick Hiob bereitete dem Rotenburger SV einst schlaflose Nächte, aber eben auch zahlreiche Erfolgsmomente – jetzt kehrt er zu den Landesliga-Fußballern von der Wümme zurück. „Ab Montag steigt er bei uns ins Training ein“, berichtet Coach Matthias Rose und freut sich auf den inzwischen 35-jährigen Stürmer. Einziges zu lösendes Problem: Hiob hat noch keinen Freigabevermerk im Pass stehen.

„Daran wird es nicht scheitern“, ist sich RSV-Geschäftsführer Joschka Kleber sicher. Heißt: Entweder einigen sich die Rotenburger mit dem FC Elmshorn, für den Hiob vergangene Saison in der Hamburger Landesliga 19 Tore erzielte, oder aber sie machen ihn zum Vertragsamateur.

Bereits am Mittwochabend stand Hiob im Pokalspiel beim FSV Langwedel-Völkersen als Zuschauer an der Seitenlinie. Doch schon bald soll er Tore schießen. „Er ist ein Stoßstürmer. Wenn er im Sechzehner ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Ball im Netz ist“, sagt Rose, der aber auch weiß: „Noch ist er nicht fit, momentan würde es nur für eine Halbzeit reichen. Und unser Spiel ist ja sehr laufintensiv.“

Dennoch hat sich der Verein mächtig ins Zeug gelegt, um den Hamburger nach sieben Jahren zurückzuholen. Vereinspräsident Peter Grewe und Schatzmeister Henning Schwardt tüteten den Coup ein. „Es war das beste Verhandlungsgespräch, was ich für diese Saison geführt habe. Nach einer Minute war alles gegessen. Wir haben gesagt, was wir bieten können, ,Okay, das machen wir‘, hat er geantwortet“, so Schwardt.

Seine technischen Fähigkeiten kommen Patrick Hiob auch in der Halle zugute. Für den HSV kickt er im Futsal-Team. Im vergangenen Winter spielte der Stürmer zudem zusammen mit RSV-Coach Matthias Rose im Altliga-Team. - Foto: imago

Rose hat übrigens schon zusammen mit Hiob gespielt. „Ich habe ihn im Winter kennengelernt. Er spielt beim HSV Futsal. Und als ich bei einigen Hallenturnieren für die HSV-Altliga (die Traditionself des Bundesligisten, Anm. d. Red.) gespielt habe, tauchte er auf einmal auf. Ich kenne also seine technischen Qualitäten – und die sind bemerkenswert.“ Auch deshalb war der Offensivkünstler beim Publikum stets so beliebt. „Er ist ein Instinktfußballer, er hat das, was uns vielleicht noch fehlte – die Torgarantie. Der macht Sachen, die macht kein anderer“, schwärmt auch Schwardt. Für deutschlandweites Aufsehen hatte Hiob noch im Winter gesorgt, als er bei einem Oldie-Turnier für die Hamburger gegen Werder Bremen per Lupfer aus der eigenen Hälfte traf.

Hiob wird zum dritten Mal zum RSV wechseln. Erstmals spielte er vom Sommer 2006 bis Ende 2007 an der Wümme und war dabei ein entscheidender Faktor für den Aufstieg in die Niedersachsenliga sowie den Bezirkspokalsieg. Er bildete das kongeniale Sturmduo mit Adam Posilek. Im Mai 2008 kehrte er nach längeren Verhandlungen vom FC Oberneuland für das Saisonfinale zurück, um nach dem Aus von Trainer Frank Stresing unter Interimscoach Bernd Santl die Klasse zu halten. Der Abstieg folgte ein Jahre später – und mit ihm auch der erneute Abgang des Stürmers, dessen Lebenswandel so gar nicht zu dem eines Leistungssportlers passen wollte. Kurios auch: In 16 Jahren als Herrenspieler erarbeitete sich Hiob den Ruf des Wandervogels, der RSV ist seine 18. Station.

„Er muss sich natürlich genauso unterordnen wie jeder andere auch. Aber ich habe gerne solche Typen in der Mannschaft, die auch Leben reinbringen“, sagt Rose.

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