Bothels Kevin van Detten über seinen langen Weg zurück

„Ich bin so froh, dass es geklappt hat“

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Zurück auf dem Platz: Bothels Kevin van Detten hat nach seinem Gehirntumor keine Probleme mehr.

Bothel - Von Mareike Ludwig. Gehirntumor lautete vor sechs Monaten die Schockdiagnose für Kevin van Detten. Für den 18-Jährigen der Beginn einer ungewissen Zeit, geprägt von Operation und Krankenhausaufenthalt. Aber er gab nicht auf und nahm den Kampf gegen die Krankheit auf. Und nicht nur das: Schon bald schnürte er wieder die Fußballschuhe. Mit Erfolg, sicherte sich der Außenverteidiger doch auf Anhieb einen Startelf-Platz beim Kreisligisten TuS Bothel. Wie es van Detten heute geht und was er sich für seine erste Herren-Saison vorgenommen hat, erzählt er im Interview.

Herr van Detten, wie geht es Ihnen?

Kevin van Detten: Mir geht’s echt super. Ich fühle mich extrem wohl.

Also haben Sie gar keine Beeinträchtigungen mehr?

van Detten: Nein, zum Glück nicht. Ich war im Frühjahr für einige Zeit in der Reha, wo mein Gleichgewichtssinn wieder hergestellt wurde. Jetzt ist alles gut.

Sind Sie denn wieder vollständig genesen?

van Detten: Man kann ja leider nie wissen, ob der Tumor wieder nachwächst. Anfang September habe ich meine erste Nachuntersuchung. Davor habe ich natürlich große Angst.

Wie haben Sie es denn in so kurzer Zeit geschafft, Ihren großen Trainingsrückstand wieder aufzuholen?

van Detten: Anfangs war es schon sehr schwer, da ich vor allem konditionelle Defizite hatte. Ich war immer schnell kaputt. Zudem musste ich mich erstmal überwinden, zum Kopfball hochzugehen. Ich habe aber die komplette Vorbereitung durchgezogen und bin nebenher auch noch Laufen gegangen. Mittlerweile habe ich den Rückstand gut aufgeholt.

Nicht nur das, im ersten Punktspiel gegen den TSV Groß Meckelsen standen Sie auf Anhieb in der Startelf.

van Detten: Damit hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Insgeheim war es aber natürlich mein Ziel. Ich bin so froh, dass es geklappt hat.

Waren Sie vorher aufgeregt?

van Detten: Natürlich. Der Sprung vom Jugendbereich zu den Herren ist schon enorm. Jetzt wird viel körperbetonter und schneller gespielt. Mit Sven Beyer habe ich in der Abwehr zum Glück einen erfahrenen Spieler neben mir. Er gibt mir hilfreiche Tipps. Für den Anfang hat es gut geklappt.

Dann stehen die Chancen doch gut, dass Sie gegen den Bremervörder SC wieder von Beginn an auflaufen.

van Detten: Hoffentlich. Ich weiß es aber noch nicht, wie sich unser Coach Peter Ullrich entscheidet. Ich werde weiterhin alles geben und mich nicht auf meiner Leistung ausruhen.

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