Bothels Christoph Meinke warnt, hätte aber nichts gegen den Aufstieg

„Genügend Hindernisse“

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Lenker und Denker, derzeit a.D.: Bothels Christoph Meinke.

Bothel - Von Matthias Freese. Die schon anderthalb Jahre andauernde Erfolgsserie des TuS Bothel ist eng mit dem Namen Christoph Meinke verknüpft. Derzeit ist der 26-jährige Denker und Lenker des Fußball-Kreisligisten aber außer Gefecht gesetzt. Im Gespräch erklärt er, warum es beim Aufsteiger und Spitzenreiter trotzdem rund läuft und ob die Bezirksliga inzwischen das neue Ziel ist.

Herr Meinke, freuen Sie sich schon auf die nächste Saison in der Bezirksliga?

Christoph Meinke: (lacht) Welche Bezirksliga? Wir werden uns bestimmt mal das eine oder andere Spiel des Rotenburger SV II oder TV Stemmen angucken.

Was könnte Ihr Team auf dem Weg dorthin aufhalten?

Meinke: Der TV Sottrum, der TuS Westerholz, wir uns selbst – da gibt es noch genügend Hindernisse.

Aber haben Sie das Saisonziel denn noch nicht nach oben korrigiert?

Meinke: Um den heißen Brei braucht man natürlich nicht mehr herumzureden, wenn man zehn Spiele vor dem Ende oben steht. Wir würden ja lügen, wenn wir sagen, wir spielen um Platz drei oder vier. Man kann es nicht wegreden, dass der Wunsch da ist, das zu realisieren, aber uns partout in der Bezirksliga zu sehen, wäre übertrieben. Der Aufstieg war in keiner Weise unsere Zielvorgabe, wir wollten uns als Neuling nur vernünftig etablieren.

Könnte der TuS Bothel in dieser Konstellation in der Bezirksliga bestehen?

Meinke: Egal, wer aufsteigt: Es wird unheimlich schwer, sich in der Bezirksliga zu halten, der Sprung ist schon groß geworden. Ich habe auch kein Problem damit – wenn es dazu kommt und es nicht reicht – zu sagen, dann ist halt wieder Kreisliga angesagt. Wir müssten uns nicht auf Teufel komm’ raus extern verstärken.

Früher hieß es: Ohne Christoph Meinke und Cedric Ahrens bekommt Bothel Probleme. Jetzt hat Ihr Team ohne Sie den TSV Bülstedt/Vorwerk 6:0 weggefiedelt.

Meinke: Cedric und ich haben im Pokal gegen Westerholz gefehlt, da ist es nicht gutgegangen. Aber jetzt haben die Jungs es mit einer super Mannschaftsleistung nach Hause gebracht. Dass wir zwei Schlüsselspieler sind, ist nicht wegzureden, aber der Gegner würde einen Fehler machen, wenn er davon ausgeht, dass das Spiel nur auf uns ausgerichtet ist. Dann würde er die anderen unterschätzen. Jeder hat sich weiterentwickelt. Gerade Gianfranco Cusimano hat einen unheimlichen Schritt gemacht und schöpft sein Potenzial jetzt viel mehr aus.

Was macht Ihre Verletzung, wann kehren Sie zurück?

Meinke: Es hatte sich hinter der Kniescheibe ein Ödem gebildet, das immer wieder zu Reizungen und Druckgefühlen geführt hat. Das geht nur durch Pause weg, operativ ist da nichts zu machen. Es war jetzt die erste Woche, in der ich beide Trainingseinheiten voll mitgemacht habe. Es hat sich auch gut angefühlt, aber es bringt nichts, mit falschem Ehrgeiz zu früh wieder zu starten. Am Wochenende bin ich noch nicht dabei.

Auch Torsten Hoops fehlt nach seiner Roten Karte wegen einer Tätlichkeit. Wie konnte ihm das passieren?

Meinke: Das hat mich auch gewundert. Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat, das war wohl ein kleiner Intimfight mit seinem Gegenspieler. Es war ja keine böse Aktion mit dem Fuß, Rot war allerdings vollkommen richtig. Torsten wird uns da hinten definitiv fehlen.

Und wer rückt jetzt Sonntag im Spiel beim TSV Bevern in die Innenverteidigung?

Meinke: Ich gehe davon aus, dass Sven Beyer den Part neben Kevin Altmann übernimmt. Wir haben da ja drei Top-Leute.

Letzter gegen Erster – klare Kiste gegen Bevern, oder?

Meinke: Durch die Winterzugänge in Bevern sehe ich das überhaupt nicht so. Bevern ist immer eine absolute Wundertüte. Die Mannschaft hat viele Gesichter, vielleicht wird es auch ein Kampfspiel.

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