Bothels 3:2-Siegtor fällt in Nachspielzeit – Heeslingen kommt / Peters Treffer genügen „Vissel“ nicht

Wichern verlängert den Pokal-Traum

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Der aus der A-Jugend gekommene Kevin van Detten (am Ball) stand prompt in Bothels Startelf – hier wird er von Michael Lohmann angegriffen, hinten lauern bereits die Visselhöveder Marcel Fischer (l.) und Patrick Peter.

Bothel - Von Matthias Freese. Allmählich wird’s unheimlich: Mit einem 3:2 (0:1)-Heimsieg in der Qualifikationsrunde des Bezirkspokals gegen den klassenhöheren VfL Visselhövede haben die Kreisliga-Fußballer des TuS Bothel heute Abend ihre Erfolgsserie ausgebaut. In der Nachspielzeit verlängerte Stürmer Sebastian Wichern das Pokal-Abo. Zur Belohnung kommt in der nächsten Runde am Samstag der Landesliga-Titelanwärter Heeslinger SC, der sich zeitgleich mit 5:2 beim Bezirksligisten FC Ostereistedt/Rhade behauptet hatte – das attraktivste, aber auch vermeintlich schwerste Los.

„So ein Derbysieg ist doch das Schönste, was es gibt“, bemerkte Bothels Coach Peter Ullrich nach dem Abpfiff strahlend. Sein Kreisliga-Rückkehrer und Kreispokalsieger ist bereits seit zehn Monaten in Pflichtspielen ungeschlagen – im Pokal sogar schon seit fast zwei Jahren. Am 4. November 2012 gab es mit dem 1:2 beim TSV Groß Meckelsen die letzte Cup-Niederlage.

Ullrich, der die angeschlagenen Christoph Meinke und Cedric Ahrens auf der Bank ließ, wartete mit einer kleinen Überraschung auf, indem er den gerade erst aus der A-Jugend entwachsenen und nach einer schweren Erkrankung genesenen Kevin van Detten von Beginn an als rechten Außenverteidiger auflaufen ließ. Der Youngster bekam es immer wieder mit Visselhövedes bestem Akteur, Neuzugang Patrick Peter, zu tun. Dieser ließ auch mehrfach seine Oberliga-Erfahrung aufblitzen und traf zum 1:0, nachdem er Julian Prinz und Torsten Hoops stehen gelassen hatte (30.).

„Wenn man den Spielverlauf sieht, darf man sich das Ding nicht so aus der Hand nehmen lassen. Wir haben einfach aufgehört, Fußball zu spielen – das ist das, was mich ärgert“, betonte Visselhövedes Coach Joachim Keck hinterher.

Bothels Ausgleich durch Gianfranco Cusimano, der einen Pass von Wichern reindrückte (49.), wirkte noch wie ein Weckruf für den Bezirksligisten. Patrick Peter besorgte im Zusammenspiel mit Mariusz Szymanski denn auch die erneute Führung des Favoriten (57.). Doch Bothel steckte nie auf und glich nach einer Ecke durch Sven Beyer am zweiten Pfosten wieder aus (60.). Knifflig wurde es in der 71. Minute, als Referee Lucas Lemke (Rotenburger SV) den Gastgebern einen Strafstoß verweigerte, nachdem Michael Lohmann den Ex-Visselhöveder Luca Griech zu Fall gebracht hatte. Beide Akteure schieden angeschlagen aus – bei Bothel kam „Leader“ Christoph Meinke trotz seiner Knöchelprobleme ins Spiel. Und der legte in der zweiten Minute der Nachspielzeit prompt zum entscheidenden Treffer quer auf Sebastian Wichern, der vollstreckte. „Visselhövedes Führung in der ersten Halbzeit war okay, aber nach der Pause hatten wir eine andere Körpersprache und haben das Passspiel einfacher und sicherer gestaltet. Da haben wir auch als Team überzeugt“, nannte Ullrich die Erfolgsgründe.

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