Bothelerin gehört bei Werders U17 zur Startelf / „Eher der Vorbereiter“

Der Traum vom Profi – Botzum arbeitet hart dafür

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Die Bothelerin Alina Botzum geht für den SV Werder Bremen in der U17-Bundesliga auf Torejagd.

Bothel - Von Mareike Ludwig. Während es für die „Großen“ im grün-weißen Trikot momentan alles andere als erfolgreich läuft, schweben die „Kleinen“ auf einer richtigen Erfolgswelle. Die Rede ist vom SV Werder Bremen: Der Fußball-Bundesligist hinkt mit 13 Punkten seinen Erwartungen hinterher und steht auf dem vorletzten Rang.

Solche Abstiegssorgen sind den U17-Juniorinnen der Hanseaten dagegen gänzlich unbekannt, belegen sie doch derzeit Platz zwei der Bundesliga. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat die Bothelerin Alina Botzum.

Im jüngsten Spiel gegen den 1. FC Lübars stand Botzum 90 Minuten auf dem Platz und steuerte zum 9:0-Erfolg ein Tor bei. Auch in den vorherigen zehn Spielen gehörte die Mittelfeldspielerin stets zur Startelf. „Ich bin mit der Saison bislang sehr zufrieden. Mein Ziel ist es, immer von Anfang an zu spielen, ich mag es nicht, auf der Bank zu sitzen“, erklärt die ehrgeizige 16-Jährige, die bislang drei Tore auf ihrem Konto verbucht hat. „Ich bin eher der Vorbereiter“, erzählt sie.

Damit es auch weiterhin so gut läuft, trainiert die Bothelerin bis zu vier Mal die Woche. „Natürlich ist es sehr zeitaufwendig. Meine Familie unterstützt mich aber zum Glück dabei. Zudem ist Werder Bremen auch sehr verständnisvoll, wenn ich mal etwas Stress habe. Die Schule geht immer vor. Die weiten Auswärtsfahrten nutze ich dann meistens auch noch zum Lernen“, sagt Botzum, die dafür auch gerne auf andere Hobbies verzichtet. „Das macht mir gar nichts aus. Außerdem habe ich ja auch beim Fußball meine Freunde.“

Die Mittelfeldspielerin hat ein Ziel: „Ich möchte gerne Fußball-Profi werden. Ich denke aber nicht, dass Frauen damit ihr Geld verdienen können“, schätzt sie realistisch ein. Ein Traum hatte sich bereits im Herbst erfüllt. Botzum war im Oktober zu einem Sichtungslehrgang des Deutschen Fußballbundes in Bad Blankenburg in Thüringen eingeladen worden. In den Kader hat es die 16-Jährige am Ende zwar nicht geschafft, doch ist sie stolz darauf, schon mal den Adler auf der Brust getragen zu haben. „Das war richtig cool. Das spornt mich an, weiter hart zu arbeiten, um erneut eingeladen zu werden.“

Jetzt gilt ihre Konzentration aber wieder Werder Bremen. „Ich hoffe, dass wir am Saisonende Erster oder zweiter sind, um bei der Deutschen Meisterschaft dabei zu sein“, erklärt Botzum, die sich bei den Hanseaten sehr wohlfühlt. „Ich möchte hier auch künftig gerne spielen. Das Training ist professionell und macht viel Spaß“, erzählt Botzum.

Im kommenden Jahr peilt sie den Sprung in die erste Frauen-Mannschaft (2. Bundesliga) an. „Der Unterschied ist sicherlich enorm, schließlich sind im Damenbereich alle älter. Ich will es aber unbedingt schaffen“, blickt die Schülerin optimistisch voraus.

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