„Nicht mit mir, Junge!“

TuS Bothel zerlegt Scharmbeckstotel im Kellerduell mit 6:1

Rechtzeitig geklärt: Bothels Innenverteidiger Lennart Henke (r.) lässt Scharmbeckstotels Nelson Mawi nicht an den Ball.
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Rechtzeitig geklärt: Bothels Innenverteidiger Lennart Henke (r.) lässt Scharmbeckstotels Nelson Mawi nicht an den Ball.

Bothel - Von Nicolas Tréboute. „Ich muss ja vorneweg marschieren und darf nicht schlecht spielen.“ Christoph Meinke wollte nach der Leistungsexplosion seiner Mannschaft nicht zu sehr über seine eigene Leistung sprechen. Grund genug hätte er aber allemal gehabt: Mit zwei Treffern und vier Vorbereitungen war der Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Bothel beim 6:1 (3:1)-Heimsieg im Abstiegsgipfel gegen den Tabellenletzten ATSV Scharmbeckstotel an allen Toren direkt beteiligt. Damit schoben sich die Gastgeber auf den drittletzten Rang vor, sodass nur noch zwei Punkte bis zum rettenden Ufer fehlen.

Es war nur eine kleine Szene, die sich gegen Ende der zweiten Halbzeit beim Stand von 3:1 für die Gastgeber abspielte, und doch stand sie sinnbildlich für das, was der TuS Bothel gestern Nachmittag verkörperte. Gästeakteur Tobias Schindler versuchte an der Außenlinie etwas zu arrogant, Julian Prinz auszudribbeln, woraufhin der Botheler Sechser resolut klärte und Schindler noch eine klare Botschaft hinterherschickte: „Nicht mit mir, Junge!“

Diese Ansage galt im Prinzip für die kompletten 90 Minuten. Meinke hatte seine Elf in einem 3-5-2-System aufs Feld geschickt, „um mit zwei echten Spitzen mehr ins Risiko zu gehen“. Dieser Plan ging bereits in der zweiten Minute auf. Stürmer Cedric Ahrens ließ den Ball für Bastian Hollmann prallen, der mit einem Steilpass die Schnelligkeit Meinkes ausspielte. Dieser behielt die Nerven und traf zum 1:0. Scharmbeckstotel antwortete mit einem kreativen Standard: Jonas Krebs trat eine Ecke flach in den Strafraum, Lucas Gley ließ den Ball bewusst passieren und Innenverteidiger Eike Pupat glich aus kurzer Distanz aus (16.).

Bothel ließ sich aber davon nicht aus der Bahn werfen, sondern spielte weiterhin schnörkellos nach vorne. Bastian Hollmann schlug eine Flanke halbhoch mit viel Effet ins Zentrum, wo Meinke herangerauscht kam und die Gastgeber erneut in Führung brachte (21.). Nur sieben Minuten später gab es Freistoß für Bothel: Gianfranco Cusimano führte kurz auf Meinke aus und dessen präzise Flanke fand Torsten Hoops, der auf 3:1 stellte. „Das ist inzwischen eingespielt. Christoph wusste, wo er hinflanken muss, ich wusste, wo ich hinlaufen muss“, erklärte der Abwehrchef grinsend und freute sich auf den weiteren Verlauf des Tages: „Das Gefühl des Sieges hatten wir ja in dieser Saison noch nicht oft.“

Scharmbeckstotels Rene Meier (r.) versucht in dieser Szene alles, um Christoph Meinke den Ball zu stibitzen. Doch der Botheler Spielertrainer war zu keinem Zeitpunkt in den Griff zu bekommen und traf gleich zwei Mal.

Im zweiten Durchgang verteidigte Scharmbeckstotel hanebüchen und stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum die Gäste die schwächste Defensive der Liga stellen. Cusimano wurde von Meinke über links geschickt, düpierte den überforderten Pupat im Strafraum und erhöhte auf 4:1 (59.). Hollmann (71.) und der kurz zuvor eingewechselten Frenk Günter (77.) sorgten jeweils nach Vorarbeit des überragenden Meinke für den 6:1-Kantersieg. Da ließ sich sogar der verschossene Foulelfmeter von Phil-Luca Stölpe (83.) verschmerzen.

Der Mann des Nachmittags verteilte reichlich Lob an seine Elf: „Wir haben Tempo im Spiel gehabt, waren gut in den Zweikämpfen und endlich mal vor dem Tor eiskalt. Auch hinten waren wir stark. Vor allem Cedric Neuschwander hat da ein mega Spiel gemacht“, so Meinke.

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