Chancenlos, aber zufrieden

Bothel unterliegt dem neuen Primus TSV Etelsen mit 0:2

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Bothels Sven Beyer (l., im Zweikampf mit Etelsens Bastian Reiners) entschied viele Duelle für sich. Am Ende war der Gegner für sein Team aber eine Nummer zu groß.

Bothel - Von Nicolas Tréboute. „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“, schallte es über den Botheler Sportplatz. In einer Jubeltraube feierten die Spieler des Fußball-Bezirksligisten TSV Etelsen den Sprung auf Platz eins, der durch den ungefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den TuS Bothel möglich wurde. Damit nutzen die Gäste den Ausrutscher des bisherigen Primus FC Hambergen, der beim Heeslinger SC II mit 1:3 unterlag.

Auf dem Weg dahin hatte sich Etelsen bei den abstiegsgefährdeten Gastgebern aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert, sodass Bothels Spielertrainer Christoph Meinke trotz der Niederlage nicht unzufrieden war: „Uns war schon vorher bewusst, dass wir nicht unbedingt punkten würden, aber wir haben alles reingehauen und uns teuer verkauft.“ Dennoch war Bothel unterm Strich chancenlos und konnte die Ausfälle von Bastian Hollmann (krank), Julian Prinz (beruflich verhindert) und Stürmer Cedric Ahrens (angeschlagen) nicht kompensieren: In einem 5-4-1-System beschränkte sich die Meinke-Elf vor allem aufs Verteidigen, vorne mühte sich Frenk Günter nach Kräften, stand aber zumeist auf verlorenem Posten.

Die hoch favorisierten Etelser hatten zwar fast immer den Ball in ihren Reihen, wussten damit aber erstaunlich wenig anzufangen. Schließlich musste eine Standardsituation herhalten, um in Führung zu gehen: Nico Meyer trat einen als Flanke gedachten Freistoß, der an Freund und Feind vorbei zum 1:0 ins Netz segelte (16.).

Bothel änderte seine Taktik trotz des Rückstandes nicht und gewann in Person der drei Innenverteidiger Sven Beyer, Torsten Hoops und Kevin Altmann zumindest die wichtigen Defensivzweikämpfe. Auch Lennart Henke spulte auf der Sechs ein enormes Pensum ab. Nur zweimal kamen die Gäste in der ersten Hälfte noch gefährlich vor das Tor. Zunächst scheiterte Nico Meyer an der Latte (26.), danach Rene Hinrichs nach der einzigen flüssigen Kombination an Keeper Moritz Meyer (37.).

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts am Geschehen. Etelsen blieb einfallslos im Spiel nach vorne, während die Botheler Konterversuche zumeist schon an der Mittellinie gestoppt wurden. „Irgendwann ist Etelsen aber ungeduldig geworden“, stellte Meinke richtig fest. Die Angst vor dem „Lucky Punch“ ging beim Spitzenteam um, und das, obwohl Bothel weiterhin offensiv keine Gefahr ausstrahlte.

Für die Entscheidung sorgten die Gastgeber in der 88. Minute dann aber per Eigentor. Phil Stölpe schaffte es nach dem Lattenkracher des eingewechselten Jan Ernst nicht mehr rechtzeitig aus dem Weg – 0:2. „Mit so einem Ergebnis gegen den neuen Tabellenführer kann ich aber wirklich leben“, stellte Meinke fest: „Ich gehe zufrieden vom Platz.“

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