Throls Solo vermiest Meinkes Laune

TuS Bothel unterliegt FSV Langwedel/Völkersen in letzter Minute

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Ein eher unauffälliges Spiel lieferte Bothels Bastian Hollmann (hier gegen den Langwedeler Torschützen Niclas Tiedemann) ab.

Bothel - Von Vincent Wuttke. Auf dem Fußballplatz des TuS Bothel wurde gestern um 17.20 Uhr der Klassenerhalt gefeiert – allerdings nicht von den Hausherren. Dank eines 70-Meter-Solos von Daniel Throl in der zweiten Minute der Nachspielzeit hat die Elf des am Saisonende scheidenden Coaches Benjamin Nelle mit dem 2:1 (0:0)-Sieg den Ligaverbleib in der Tasche. „Das war das Ziel, das haben wir erreicht – egal wie“, war Nelle erleichtert.

Ein Nachfolger des im Sommer scheidenden Coaches ist derweil auch gefunden: Der Ex-Trainer des Rotenburger SV II, Dariusz Sztorc, übernimmt die Geschicke an der Seitenlinie, wie der zweite Vorsitzende Sebastian Körte auf Nachfrage bestätigte. Der Neu-Übungsleiter verschaffte sich beim Spiel schon mal einen Überblick über seine neue Mannschaft.

Alleingang fast vom eigenen Strafraum endet mit dem Siegtreffer

Bereits am Freitagabend war der 47-jährige der Elf vorgestellt worden. „Ich bin motiviert ohne Ende“, sagte Sztorc, der sich bereits einige Notizen zu seinen Schützlingen gemacht hat. Ausgerechnet der Mann, der den Kontakt zwischen Sztorc und dem FSV Langwedel/Völkersen hergestellt hat, der auch von anderen Clubs umworbene Daniel Throl, dürfte dem Rotenburger dabei besonders positiv in Erinnerung geblieben sein.

Dariusz Sztorc steigt nächste Saison wieder ein – der Ex-Rotenburger übernimmt in Langwedel.

Nachdem ein Kopfball von Sven Beyer in der zweiten Minute der Nachspielzeit gerade so entschärft wurde, startete der Flügelspieler fast am eigenen Strafraum einen Alleingang, der mit dem entscheidenden Treffer endete. „Natürlich macht er das klasse, aber wir müssen ihn einfach vorher an der Mittellinie stoppen und dafür eine Gelbe Karte in Kauf nehmen“, haderte Bothels Spielercoach Christoph Meinke.

Sechs Minuten haben Bothel gefehlt

Dabei hatte seine Elf alles reingehauen, was in ihr steckte. Das bekam neben Piet Niemann und Jan-Ole Ernst, die beide mal mit der harten Gangart der Gastgeber vertraut gemacht wurden, vor allem Sören Grimm zu spüren. Ihm war Julian Prinz auf den Kopf gefallen. Somit war die Partie für den Rechtsverteidiger nach 38 Minuten zu Ende. Nach der Pause drückte Bothel auf den Führungstreffer. Prinz zeigte aber völlig freistehend Nerven (46.) und Meinke traf nur das Außennetz (48.). Nach 70 Minuten fiel das 1:0 dann aber doch, „und das durchaus verdient“, wie Nelle fand. Nach einer Ecke stieg Cedric Ahrens, der 90 Minuten lang durchhielt, hoch und köpfte ein. Als Piet Niemann wenig später den Innenpfosten traf, hatten die Gastgeber aber Glück – und besaß Sekunden darauf in Person von Meinke die Großchance zur Entscheidung. Sein Flugkopfball aus fünf Metern wurde aber von Moritz Nientkewitz geklärt. „Da hätten wir auch 0:2 hinten liegen können“, wusste Nelle, der kurz zuvor Louis Gehrke nach überstandenem Meniskussriss und sechswöchiger Pause eingewechselt hatte. „Das war nochmal ein Zeichen“, meinte der Coach. In der 85. Minute hämmerte dann Niclas Tiedemann den Ball aus 20 Metern in den Winkel zum 1:1, bevor Throl die Partie komplett drehte.

So sah Meinkes Gemütslage ziemlich düster aus. Er war auch nicht durch die Nachricht aufzuheitern, dass sein Team weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz bleibt. „Da kann ich mich gerade gar nicht freuen. Wir hatten die große Chance, uns einen Vier-Punkte-Vorsprung zu erspielen“, meinte er.

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