Akute Personalnot

0:6-Heimklatsche gegen Oyten: Bothel vom Lkw überrollt

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Gleich klingelt es zum fünften Mal im Gehäuse des TuS Bothel: Torwart Sascha Denell (l.) ist überwunden, Innenverteidiger Tobias Hoops (r.) kommt zu spät. So schiebt Oytens Stürmer Daniel Aritim ein.

Bothel - Von Vincent Wuttke. In der zweiten Halbzeit schaute Hans-Jürgen Schlifelner nicht mehr allzu gespannt in Richtung Rasen. „So ein blödes Spiel“, meinte der Fußball-Boss des TuS Bothel während der Heimpartie in der Bezirksliga gegen den TV Oyten. Aufgrund von Personalnot waren die Gastgeber arg geschwächt und unterlagen 0:6 (0:4). „Wir sind vor einen Lkw gelaufen und der hat uns volle Kanne überfahren“, gestand Bothels Coach Tomas Meyer.

Der Sechser Julian Prinz war ohnehin krank. Beim Aufwärmen schieden dann noch zwei weitere Leistungsträger aus. Kapitän Bastian Hollmann konnte mit Adduktorenproblemen nicht auflaufen und Torsten Hoops zwickte es nach einem Schuss in der Wade. So rückte Tim Kalwait kurzfristig auf die rechte Abwehrposition, während der angedachte Mann für diese Position, Tobias Hoops, erstmals als Innenverteidiger ran durfte. Für den verletzten Hollmann bot das Trainerduo Meyer und Christoph Meinke das Talent Phil-Luca Stölpe im Mittelfeldzentrum auf. Der 18-Jährige kickt normalerweise für die U 19 des JFV Wiedau Bothel und war noch nie beim Training des Bezirksligisten. „Er hat es gut gemacht. Das ist ja nicht leicht reinzukommen, ohne das Team genau zu kennen“, so Meyer.

Vor allem die neuformierte Defensive der Hausherren hatte große Probleme. Und im Mittelfeld fehlte der Zugriff. Oyten hatte in weiten Phasen des Spiels den Ball und kombinierte sich ruhig vors Tor. „Deren Sechser Daniel Airich hat sich immer wieder fallen lassen und die Bälle verteilt. Das haben wir nicht unterbunden“, erkannte Meyer.

Er sah auch, dass die beiden Topstürmer der Gäste nie unter Kontrolle zu bekommen waren. Pascal Döpke leitete den Kantersieg ein. Nach einem Foul von Meinke an ihn schoss er den ersten Elfmeter ins Netz – 1:0 (24.). Zwölf Minuten später wurde Döpke von Schlussmann Sascha Denell gelegt und verwandelte erneut aus seiner Sicht links zum 3:0. Dazwischen hatte Arthur Bossert – der im Sommer zum Rotenburger SV wechselt und der zweite überragende Spieler der Gäste – per Kopf das 2:0 erzielt (29.). Mit dem Lupfertor von Döpke (41.) war die Partie zur Pause entschieden. Nach dem Wechsel erhöhten Daniel Aritim (47.) und Bossert (66.).

Bei den Hausherren kam es derweil zum Comeback von Co-Trainer Torben Klinger. Er lief nach 59 Minuten für Kalwait aufs Feld. Drei Minuten später kam auch noch Patrick Wichern aus der Reserve für Kevin Altmann zu seinem Einsatz.

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