TuS Bothel profitiert von kapitalen Aussetzern / Ullrich: „Es war ein Spektakel“

Cusimano bestraft Riede gleich dreifach – 5:3

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Und wieder entwischt: Bothels Regisseur Christoph Meinke (vorne) im Duell mit Riedes Patrik Meyer. Dem künftigen Spielertrainer gelang kurz vor Schluss auch das 5:3.

Bothel - Von Vincent Wuttke. Das Fußballspiel in der Bezirksliga zwischen dem TuS Bothel und dem MTV Riede hatte alles, was das Zuschauerherz begehrt. Da waren die vielen umkämpften Szenen, aber auch Emotionen und vor allem viele Tore. Am Ende eines denkwürdigen Nachmittags setzte sich Bothel mit 5:3 (1:2) durch. Und so war auch Coach Peter Ullrich, der während des Spiels äußerst emotional mitgefiebert hatte, bester Laune: „Für solche Spiele lebt man einfach als Fußballer. Es war ein Spektakel.“

Bis zur Halbzeit war es aber noch ein ganz normales Spiel gewesen, dass zeitweise sogar ziemlich wenig Torraumszenen zu bieten hatte. Stattdessen wurde um jeden Zentimeter des Platzes gekämpft und vor allem die Trainer beider Mannschaften waren auf Hochtouren. „Bothel hat im Abstiegskampf die Härte reingebracht und der Schiedsrichter hat alles laufen lassen. Wir haben uns viel zu wenig gewehrt“, bemerkte Torsten Krieg-Hasch, Trainer des MTV Riede.

Der Gastgeber erzielte mit seiner einzigen Chance vor der Pause nach Abstimmungsproblemen in Riedes Abwehr durch Gianfranco Cusimano die Führung (14.). Allerdings schlug Riede noch vor der Pause doppelt zurück. Erst traf Alexander Lohs per Kopf (36.), dann versenkte auch noch Bothels Kapitän Torsten Hoops eine Hereingabe von Torben Schuhmacher ins eigene Netz (41.). „Wir haben uns aber in der Halbzeit schon gesagt, dass das Spiel so sicherlich nicht zu Ende geht“, berichtete Peter Ullrich.

Damit sollte er Recht behalten, denn nach dem Seitenwechsel stellte vor allem Riede das Verteidigen ein und schenkte dem Aufsteiger einen Treffer nach dem anderen. Vor allem Schlussmann Marcel Bremer dürfte so seine Probleme mit dem Einschlafen gehabt haben. Er leitete die Wende ein, als er einen Kullerball aufnahm, um ihn dann direkt vor den Füße von Sebastian Wichern fallen zu lassen – 2:2 (66.). „Ich weiß nicht, was da in seinem Kopf vorgegangen ist“, rätselte auch Trainer Torsten Krieg-Hasch.

Beflügelt vom Ausgleich ging Bothel durch zwei weitere Treffer von Gianfranco Cusimano mit 4:2 in Führung (70./72.), verpasste aber in der Folgezeit zu oft die Entscheidung. Vor allem Cedric Ahrens fiel da auf. „Er hätte mindestens zwei Mal eigennütziger sein können“, bemerkte Ullrich. Und so wurde es in der Schlussphase noch einmal eng, nachdem Andreas Böttcher für den Anschlusstreffer sorgte (80.). Doch da Christoph Meinke in der 89. Minute zu einem Solo ansetzte und dieses veredelte, jubelte am Ende Peter Ullrich, der sofort zum Handy griff, um seinem abwesenden Co-Trainer Udo Griech hocherfreut zu berichten.

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