„Ein totaler Rückschlag“

Bothel hält sich nicht an Meinkes Plan - 0:4 in Ippensen

Im Netz des Abstiegskampfes gefangen: Kapitän Bastian Hollmann besaß die große Chance, seinen TuS Bothel in Führung zu bringen, verpasste aber direkt vor dem Tor von Florian Krause (l.) und ärgerte sich maßlos. Kurz darauf traf dann Ippensen. - Foto: Freese
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Im Netz des Abstiegskampfes gefangen: Kapitän Bastian Hollmann besaß die große Chance, seinen TuS Bothel in Führung zu bringen, verpasste aber direkt vor dem Tor von Florian Krause (l.) und ärgerte sich maßlos. Kurz darauf traf dann Ippensen.

Ippensen - Von Matthias Freese. Noch unmittelbar vor dem Anpfiff hatte Jens Heitmann ein gutes Gefühl. „Einen Punkt nehmen wir heute mit“, war der Vorsitzende des TuS Bothel überzeugt. Er sollte sich irren, denn statt mit einem Sieg im Kellerduell beim SV Ippensen von den Abstiegsrängen zu springen, rutschte die Elf um Spielertrainer Christoph Meinke wieder tief in den Sumpf hinein und fiel nach der 0:4 (0:3)-Pleite auf den vorletzten Rang zurück.

„Das war ein totaler Rückschlag“, wusste auch Meinke. Er hatte gehofft, den Rückenwind vom 6:1-Sieg gegen das Schlusslicht ATSV Scharmbeckstotel mitnehmen zu können, musste aber konstatieren: „Die Jungs haben mich eines Besseren belehrt, der Großteil der Mannschaft war von der Rolle.“ 

Jedenfalls nach dem ersten Gegentreffer durch Jannik Klein, der Bothel völlig aus der Bahn warf (28.). Bis dato waren die Gäste dominanter gewesen, ohne Torjäger Cedric Ahrens allerdings zu abschlussschwach. Lennart Henke (13.), Julian Prinz (16.), vor allem aber Bastian Hollmann nach einer Kopfballvorlage von Nico Schanowski (23.) verpassten die Führung.

Auffällig war jedoch auch, dass Bothel es viel zu oft mit langen Bällen in die Spitze versuchte – nur hatte Meinke mit dieser Art von Abspielen einen schweren Stand. „Das war auch gar nicht der Plan“, bemerkte er. „Wir wollten von hinten heraus vernünftig aufbauen.“ Allerdings war auch die Defensive nicht souverän genug. Insgesamt produzierte Bothel zu viele Ballverluste, die Ippensen immer wieder dazu nutzte, um schnell nach vorne zu kommen. „Das haben sie gut gemacht“, fand Meinke.

Dass sich die Gastgeber mit Kampf und Einsatz unbedingt aus der misslichen Tabellenlage befreien wollten, demonstrierte Kapitän Nils Klindworth bereits nach zehn Sekunden, als er Prinz rustikal im Mittelkreis foulte. Und spätestens mit der Führung war Ippensen im Spiel drin. Hatte Schanowski nach einem Stockfehler von Janis Klindworth noch den Ausgleich verpasst (35.), erhöhte die Elf von Trainer Sebastian Burfeind eine Minute später auf 2:0 – nach einem Lattentreffer von Sebastian Klindworth bugsierte Klein den Ball im Nachsetzen unter den Querbalken. 

Mit dem Halbzeitpfiff war Sebastian Klindworth erneut der Vorbereiter, Marco Klindworth der Vollstrecker. „Das war fast schon Slapstick“, ärgerte sich Meinke darüber, dass seine Abwehr die Szene vor dem Tor nicht geklärt bekam. In der 68. Minute legte Sebastian Fricke mit einem scharf getretenen Freistoß das 4:0 nach. „Mit einem Gegentor bricht bei uns das Kartenhaus zusammen. Und dann kommen meist noch zwei, drei hinterher“, haderte Meinke.

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