Bothel führt Visselhövede im Derby vor und sendet Lebenszeichen / Bounoua: „Ohrfeige für Zuschauer“

Ahrens leitet Kantersieg ein – 5:0

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Bothels Torsten Hoops (am Ball) und sein Vereinskollege Bastian Hollmann (M.) haben nicht nur den Zweikampf gegen Atdhe Haliti gewonnen, sondern auch die Partie beim VfL Visselhövede.

Visselhövede - Von Vincent Wuttke. Für die Fußballer des VfL Visselhövede sollte das Bezirksliga-Derby gegen den TuS Bothel der Start in eine sorgenfreie Rückrunde werden. Doch das Spiel entwickelte sich zu einem Desaster, denn der Aufsteiger führte die Heidestädter auf deren Platz vor, gewann am Ende hochverdient mit 5:0 (2:0) und sendete im Abstiegskampf ein deutliches Zeichen. Für „Vissels“ Coach Morad Bounoua war die Leistung seiner Mannschaft derweil nur schwer in Worte zu fassen: „Es gibt schlechte Tage, an denen wenig bis gar nichts funktioniert. Aber so ein Spiel darf uns nicht passieren, vor allem nicht im Derby. Es war eine Ohrfeige für die Zuschauer und den Verein.“

Dabei war vor allem der Schlusspunkt zum 0:5 von Gianfranco Cusimano eine Demütigung. Denn nach einer kurz ausgeführten Ecke durfte er völlig ohne Bedrängnis bis zum Rande des Strafraums spazieren und den Ball in die Maschen hauen (90.). Und während die Gastgeber nach dem anschließenden Schlusspfiff wie geprügelte Hunde vom Platz schlichen, freute sich Bothels Trainer Peter Ullrich über die Leistung seiner Elf: „Die ganze Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir toll gespielt.“

In der Tat wurde „Vissel“ vor der Pause regelrecht überrannt, während Bothel minütlich eine Großchance nach der anderen hatte und sich somit für eine offensive Taktik mit einer Dreierkette in der Abwehr belohnte. „Wir wollten Visselhövede damit schon im Aufbau stören und ihnen keine Zeit geben“, erklärte Ullrich. Nach dem 1:0 durch Cedric Ahrens (9.) folgte nach einem Foul von Philipp Jaeschke an Cusimano noch das 2:0 per Elfmeter von Christoph Meinke (34.) und das 3:0 durch Sebastian Wichern (41.) vor dem Seitenwechsel.

Doch auch danach wurde es für „Vissel“ nicht besser und so sorgte Cedric Ahrens per Kopf für die Entscheidung (66.), bevor Cusimano zum Endstand traf (90.). „Wir müssen uns noch bei Michel Brückner bedanken, dass er so viel gehalten hat. Alle anderen müssen sich fragen, ob sie hier nicht fehl am Platz sind“, fand Bounoua deutliche Worte.

Als wäre das 0:5 nicht schon schlimm genug gewesen, verletzte sich auch noch Marco Jorzick bei seinem Comeback nach überstandenem Fußbruch und musste früh ausgewechselt werden. „Er hat sich das Knie verdreht und kann es nicht belasten. Das ist sehr bitter“, bedauerte Morad Bounoua.

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