NFV veröffentlicht Halbzeit-Bilanz / Rotenburger SV II nur auf Platz 919

TuS Bothel ist fairstes Altkreis-Team

Kein seltener Anblick: Schiedsrichter Mario Ernst (SV Horstedt) zeigt einem Spieler des RSV II, in dieser Szene trifft es Timm Greve, die Gelbe Karte. Foto: Freese

Rotenburg - Von Lea Oetjen. Während die Fußballer der örtlichen Ligen noch in der Winterpause verweilen, war der Niedersächsische Fußballverband (NFV) fleißig. So hat er nun seine Halbzeit-Bilanz des VGH-Fairness-Cups für die laufende Saison veröffentlicht. Für diesen werten NFV-Staffelleiter die mehr als 7 000 Spiele der knapp 1 000 niedersächsischen Mannschaften aus 64 Staffeln aus. Sie prüfen dabei die Teams von der Kreisliga bis zur Bundesliga hinsichtlich Gelber, Gelb-Roter und Roter Karten.

Im Vergleich der 33 Landkreise ist der Kreis Emsland am fairsten, der Kreis Celle ist Schlusslicht. Der Kreis Rotenburg findet sich als Zwölfter im Mittelfeld wieder – in 317 Saisonspielen gab es für die hiesigen Mannschaften insgesamt 614 Gelbe sowie 16 Gelb-Rote und 13 Rote Karten.

In der Teamwertung führt aktuell der Braunschweiger Kreisligist BSC Acosta II die Tabelle an. In 15 absolvierten Partien erhielt er nur vier Verwarnungen. Die fairste Mannschaft des Altkreises stellt hingegen wieder einmal der TuS Bothel aus der Kreisliga – auch in der vergangenen Saison hat sich der Verein den Titel geschnappt. Der abstiegsbedrohte Tabellenelfte ist 43. von 954 Mannschaften. Aktuell muss sich das Team kreisintern nur gegen den SV Ippensen geschlagen geben. Der Bezirksligist belegt den sechsten Platz. Der TuS Bothel, der in der Hinserie lange Zeit von Christoph Meinke trainiert wurde, hat in 15 Spielen lediglich 20 Gelbe Karten bekommen. Gelb-Rot oder Rot? Fehlanzeige. „Wir verlangen von der Mannschaft, dass sie sich nicht selbst durch unnötige Karten schwächt“, sagt Meinke. Aber: Zu zaghaft darf ein Fußballteam auch nicht verteidigen, sonst hat der Gegner leichtes Spiel – so wie in der Hinserie oftmals beim TuS Bothel. Die Mannschaft hat im Schnitt 2,27 Gegentore pro Partie kassiert. Einen Zusammenhang zwischen Fairness und Tabellenplatz gibt es laut Meinke aber nicht. Denn: „Wenn es keine andere Lösung gibt, als ein taktisches Foul, nehmen wir die Gelbe Karte natürlich in Kauf. Dann ist uns die Fairness-Wertung komplett egal.“ Ansonsten laufe diese „eher so nebenher“.

Neben dem TuS Bothel hat es übrigens nur die SG Unterstedt in die Top 100 geschafft. Der Kreisligist liegt auf dem 95. Platz. Er hat in 16 Spielen 25 Gelbe Karten bekommen. Gelb-Rot und Rot gab es auch für die Grün-Weißen nicht. Die anderen Altkreis-Teams rangieren nahezu alle im Mittelfeld. So liegt zum Beispiel der Rotenburger SV (Landesliga) auf Rang 303. Die zweite Mannschaft des Wümme-Clubs ist hingegen in Sachen Fairness das Schlusslicht des Altkreises. Sie muss sich mit Platz 919 begnügen. Denn: In 15 Spielen hat der Kreisligist satte 43-mal die Gelbe, viermal die Gelb-Rote und einmal die Rote Karte gesehen.

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