Keine besonderen Privilegien

Teamplayer Christoph Meinke wahrt einen kühlen Kopf

Christoph Meinke (l.) stockte sein Konto mit dem jüngsten Dreierpack auf sieben Saisontore auf. - Foto: Lüdemann
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Christoph Meinke (l.) stockte sein Konto mit dem jüngsten Dreierpack auf sieben Saisontore auf.

Bothel - Von Nicolas Tréboute. „Es ist kein Privileg, dass ich die Aufstellung mache. Wenn ich meine Leistung nicht abliefere, sitze ich draußen“, versichert Christoph Meinke, Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Bothel. Nach dem 5:0-Sieg über das Tabellenschlusslicht TSG Wörpedorf-Grasberg, bei dem der 30-Jährige mit drei Toren und zwei Vorlagen zum Matchwinner wurde, dürfte der Spieler Meinke wohl keine Angst haben, dass ihn der Übungsleiter Meinke im abschließenden Spiel des Jahres beim TV Oyten am Sonntag (14 Uhr) auf die Bank verbannt.

Das war zu Saisonbeginn noch anders – da saß Meinke am zweiten Spieltag gegen den TSV Ottersberg draußen und wechselte sich auch trotz der Chancenlosigkeit seines Teams bei der 0:6-Pleite nicht mehr ein. „Ich war mit meiner Leistung in der Vorwoche überhaupt nicht zufrieden gewesen. Die besten Elf sollen spielen und ich fand damals nicht, dass ich dazugehört habe“, verrät Meinke, der als aktiver Spieler und Trainer in Personalunion seit zweieinhalb Jahren den Fußball durch und durch lebt.

Dass diese Doppelbelastung vor allem auf dem Feld nicht ganz einfach ist, gibt der Offensivspieler unumwunden zu: „Das Schwierige ist, im Spiel seine eigene Leistung im Blick zu haben und gleichzeitig kühlen Kopf zu bewahren, um sich über taktische Veränderungen oder Auswechslungen Gedanken zu machen.“ Hilfe erhält Meinke dabei unter anderem von seinen beiden Co-Trainern Bastian Hummel und Torben Klinger. „Außerdem hole ich mir von unserem Abwehrmann Sven Beyer oder Bastian Hollmann Meinungen ein, wenn ich darüber nachdenke, umzustellen“, sagt Meinke, der aktuell beim Stützpunkttraining in Zeven hospitiert, um seine Trainer-Jugend-Elite-Lizenz zu erwerben.

Trotz des Aufwandes, den er in den Fußball investiert, möchte der siebenfache Saisontorschütze diese Arbeit auf keinen Fall missen – und das, obwohl es sportlich alles andere als rund läuft. Noch immer steht Bothel auf einem Abstiegsplatz mit drei Punkten Rückstand zum rettenden Ufer. „Dennoch sind bei jedem Training 15 bis 16 Leute da“, macht der Coach deutlich, dass er für seinen Einsatz durchaus etwas zurückbekommt und fügt an: „Mir macht es einfach Spaß, mit jungen Leuten wie Phil-Luca Stölpe oder Nico Schanowski zusammenzuarbeiten und diese weiterzuentwickeln.“.

Einer der nicht mehr ganz so jungen Wilden ist Meinkes Sturmpartner Cedric Ahrens, der gegen Wörpedorf zweimal einnetzte. Das Duo, das sich seit der E-Jugend kennt, könnte für Bothel das größte Plus im Abstiegskampf sein. „Unser Zusammenspiel funktioniert automatisch. Der eine weiß, wie der andere denkt“, betont Meinke.

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