Bossert trumpft gleich auf

Bezirkspokal: RSV siegt 3:0 im „Debütantenball“ gegen den TV Sottrum

Sottrums Stürmer Matthias Michaelis (am Ball) hatte kaum Freiräume. In dieser Szene ist Jannis Niestädt ganz nah dran. - Fotos: Wuttke
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Sottrums Stürmer Matthias Michaelis (am Ball) hatte kaum Freiräume. In dieser Szene ist Jannis Niestädt ganz nah dran.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Das Derby zwischen dem Fußball-Landesligisten Rotenburger SV und dem Kreisligisten TV Sottrum war auch ein „Debütantenball“. Der gastgebende RSV setzte seine vier Neuzugänge Arthur Bossert, Stefan Denker, Björn Mickelat und Björn Banehr sowie den bereits im Winter zurückgekehrten Robert Posilek erstmals bei einem Pflichtspiel ein. Beim Gegner standen Helge Osmers, Andrej Novikov sowie Louis Jaugstetter im Ernstfall erstmals auf dem Platz. Am Ende behielt der RSV in der ersten Runde des Bezirkspokals mit 3:0 (2:0) die Oberhand. Der Landesligist wartet nun auf den Sieger der Partie zwischen dem SV Ippensen und dem TuS Bothel.

RSV-Coach Tim Ebersbach setzte gleich auf alle Verstärkungen von Beginn an. „Das haben sie sich verdient“, befand er. Die Neuen sammelten allesamt Pluspunkte. Denker zog im Mittelfeld die Fäden. Banehr spitzelte den Ball in der 43. Minute nach einem Ballverlust von Marvin Meyer zum 2:0 ins Netz. Mickelat war als hängende Spitze einer der spielfreudigsten Akteure auf dem Platz. Und Bossert zeigte als Stürmer sofort seine Kaltschnäuzigkeit. Er traf erst aus spitzem Winkel (13.) und stellte später nach einem missratenem Abschlag von Torwart Tobias Engel den Endstand her (53.). Ebersbach lobte denn auch: „Wir haben durch sie einen spielerischen Schritt nach vorne gemacht.“ Auch sein fünfter Debütant Posilek hatte in der Schlussphase nach seiner Einwechslung noch auffällige Szenen und bekam nach dem Spiel Applaus von den Teamkollegen. Das Talent war zu angeschlagen für das Auslaufen und saß etwas bedrückt auf dem Rasen. Da munterten die Kollegen den 18-Jährigen etwas auf.

Duell der Neuzugänge: Rotenburgs Björn Mickelat (vorne) lässt Sottrums Helge Osmers nicht an den Ball kommen.

Aufbauhilfe brauchte Sottrums Coach Vitalij Kalteis nicht. Er war mit dem Auftritt seiner Elf einverstanden. „Das 3:0 geht in Ordnung. Höher hätte es auch nicht ausfallen dürfen“, erklärte er. Zwei dicht gestaffelte Viererketten machten es dem RSV schwer, bis vor das Tor zu kommen. Nach vorne kam vom Gast allerdings zunächst kaum etwas. Die Stürmer Andrej Edel und Matthias Michaelis waren vor allem mit Defensivaufgaben beschäftigt. Trotz der nicht zahlreich herausgespielten Möglichkeiten fand Kalteis: „In der zweiten Hälfte hätten wir durchaus ein Tor verdient gehabt.“ Er erinnerte an den Lattenschuss von Novikov (48.).

Allerdings hatten auch die Hausherren noch weitere Chancen. Einen Freistoß von Jannis Niestädt entschärfte Engel (30.). Beim Schuss von Andreas Kiel rettete Timo Löber auf der Linie (34.). Kurz vor Schluss köpfte Niestädt unbedrängt daneben (84.). „Wir hätten es deutlicher machen müssen und haben echt viel vergeben“, fand Kiel. Trotz der Chancenverwertung meinte Coach Ebersbach: „Für den Stand in der Vorbereitung war das sehr ordentlich von uns.“

Übrigens hatte er schon lange vor dem Anpfiff mit seinem Gegenüber diskutiert. Die beiden Trainer hatten 2001 beim RSV unter Andreas Becker kurz in einem Team gespielt.

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