1:2 – RSV im Pokal überlegen, aber raus / Brendel jetzt Ottersberger

Nur Bossert nutzt seine Chance

Co-Trainer Christoph Drewes (r.) versuchte es bei Lukas Heller zunächst noch mit ein wenig Kühlung.

Ottersberg - Von Matthias Freese. Das war einfach viel zu wenig, um ins Achtelfinale des Bezirkspokals einzuziehen! Auch wenn die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV beim Aufsteiger und Klassenrivalen TSV Ottersberg optisch überlegen waren und die besseren Torchancen besaßen, schieden sie nach einem insgesamt dürftigen Wümme-Derby vor rund 200 Zuschauern mit einer 1:2 (1:1)-Niederlage aus. „Wir waren zumindest die bessere Mannschaft, auch wenn‘s ein schwacher Trost ist“, kommentierte RSV-Coach Tim Ebersbach das Aus.

Eigentlich tut sich in der Halbzeit beim Fußball ja nichts Erwähnenswertes auf dem Rasen. Doch diese Pause hatte durchaus etwas Pikantes, weil Offensivmann Marcel Brendel (zuletzt FC Oberneuland) aufkreuzte und nicht etwa die Rotenburger begrüßte, sondern mit Ottersbergs Sportlichem Leiter Markus Bremermann und einigen Spielern plauderte. Wenige Stunden zuvor hatte er die Spielberichtigung für die Grün-Weißen erhalten, nachdem er ursprünglich Ende Mai beim RSV mündlich zugesagt und dann wieder abgesagt hatte. Ein weiterer kurzfristiger Neuzugang der Ottersberger, Jan-Moritz Höler (Brinkumer SV), wurde sogar schon im Laufe der zweiten Hälfte eingewechselt.

Das Spiel selbst befand sich eher auf einem schwachen Landesliga-Niveau. „Einbahnstraßenfußball“, hatte Ebersbach gesehen. „Ottersberg stand nur hinten drin.“ Ganz so extrem war es nicht, wenngleich die Gastgeber besonderen Wert auf die Defensive legten, sich allerdings mit teils eklatanten Pässen selbst in Gefahr brachten. In der 18. Minute nutzte RSV-Stürmer Arthur Bossert solch einen Lapsus, als er in einen Querpass von Jannik Tölle auf den nicht mitspielenden Leonard Belba sprintete – 1:0. Doch nur drei Minuten später war die RSV-Abwehr nach einer Ecke von Egzon Percani unsortiert, sodass Enes Acarbay das Leder über seinen Kopf ins Netz flutschen ließ. Stark reagierte Ottersbergs Keeper Felix Mindermann nach Schüssen von Marcello Muniz (25.) und Stefan Denker (45.), zudem trafen der für den verletzten Lukas Heller eingewechselte Yannik Malende (42.) und Denker (45.) die Latte. Dennoch stellte Ebersbach fest: „Wir hatten in der ersten Halbzeit drei, vier Totalausfälle.“

Ottersbergs Coach Jan Fitschen räumte indes ein: „In der zweiten Halbzeit sind einige von uns auf dem Zahnfleisch gekrochen, da hatte der RSV mehr vom Spiel.“ Und hätte auch durchaus ab der 51. Minute in der Überzahl spielen können. Referee Patrik Feyer (FC Hansa Schwanewede) beließ es nach einem Frust-Tritt von Percani gegen Lucas Chwolka bei Gelb. „Eine klare Rote Karte“, ärgerte sich Ebersbach. Auch in der 67. Minute fühlten sich die Gäste benachteiligt, als Torwart Mindermann nach einem Katastrophen-Rückpass von Belba im Strafraum Denker foulte. Der berechtigte Pfiff blieb aus.

Percanis Auswechslung war indes bereits beschlossen, da gelang ausgerechnet dem Offensivspieler im Zweikampf mit Yannik Funck der sehenswerte und erfolgreiche Abschluss zum 2:1 (80.), nachdem zuvor Denker das Kopfball-Duell gegen Acarbay verloren hatte. „Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben“, räumte Ebersbach angesichts der vergebenen Chancen ein und wusste, dass auch seine Abwehrreihe noch längst nicht ihre Normalform erreicht hat. Ottersberg reist nun Sonntag im Achtelfinale zum Titelanwärter TuS Harsefeld.

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