Bosnier bezwingt Piras im Spitzeneinzel und legt Grundstein zu Rotenburgs 5:4-Sieg über Lilienthal

Kijametovic verneigt sich nach Coup

+
Da war die Welt für Mauro Piras noch in Ordnung.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das hatte es auf dem Tennis-Court des TC GW Rotenburg so auch noch nicht gegeben: Aziz Kijametovic breitete die Arme aus und beugte seinen Oberkörper nach vorne. Die Verneigung vor den Zuschauern hatte seinen Grund. Dem 18-jährigen Bosnier war es gelungen, das mitreißende Spitzenspiel zu drehen und den für den TC Lilienthal spielenden Rotenburger Mauro Piras mit 3:6, 7:6 (7:2), 6:4 niederzukämpfen. Für Piras war es die erste Niederlage gegen seinen Heimatclub, seitdem er diesen vor Jahren verlassen hatte. Zudem war Kijametovic' Sieg das Schlüsselspiel. Am Ende fuhr Rotenburg mit 5:4 den ersten Saisonerfolg in der Oberliga ein.

Mit einem Ass auf die Linie verwandelte Kijametovic den dritten Matchball. „Das schießt den Vogel komplett ab“, grantelte Piras. Schon zuvor hatte er viel mit sich gehadert, gemeckert und kommentiert – fast so viel wie ein Hörfunkreporter, nur zynischer. Zudem verbrauchte er vier Schläger in nur wenigen Minuten – rekordverdächtig. Nach dem klaren Satzverlust hatte Coach Zlatan Burina Schützling Kijametovic daran erinnert, nicht zu sehr für die Galerie zu spielen, sondern Piras in längere Ballwechsel zu zwingen, dessen Rückhand zu beschäftigen. „Das hat er dann immer mehr gemacht“, war Burina dennoch überrascht, dass die Partie kippte. „Denn Mauro ist nie aus dem Spiel weg, den Jungen kenne ich.“ In Kijametovic fand Piras aber seinen Meister.

Und auch auf den anderen Plätzen lief es überwiegend gut. Lediglich Lars Rademacher an Position sechs (4:6, 6:4, 0:6 gegen Luis Lentz) sowie Sebastan Loss als „Vierer“ (3:6, 4:6 gegen Malte Oetken) unterlagen. Loss sucht nach einer Handverletzung aus dem Winter immer noch seine alte Form: „Ich habe überhaupt kein Vertrauen in meine Rückhand. Ich habe kein Feeling, wie ich den Ball schlagen muss.“

Dafür hatten es die Mitspieler: Philipp Barautzki hatte an Position zwei keine Mühe mit Tim Richter, der beim 6:2, 4:2 verletzungsbedingt aufgab. Semir Burina überwand sein Zwischentief gegen Patrick Velewald (6:1, 3:6, 6:3) und schwitzte dabei drei Shirts durch, während Tobias Loss nach einem Fehlstart gegen Niklas Hansmann souverän auftrumpfte (4:6, 6:1, 6:0). Das 4:2 nach den Einzeln war die Vorentscheidung. Die Hoffnung der Gäste, in den Doppeln die Wende herbeizuführen, begruben Barautzki und Rademacher fix – sie bezwangen Velewald und Leon Hannwacker mit 6:2, 6:3, sodass die Niederlagen von Kijametovic/Sebastian Loss (6:3, 4:6, 3:6 gegen Piras/Lenz) und Burina/Tobias Loss (6:7, 4:6 gegen Oetken/Hansmann) nicht mehr ins Gewicht fielen.

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Meistgelesene Artikel

Zweitklassige Beerdigung

Zweitklassige Beerdigung

Schmitz erhöht Druck auf Etablierte

Schmitz erhöht Druck auf Etablierte

Kelm zu oft im Stich gelassen

Kelm zu oft im Stich gelassen

Sporthalle wird wieder zur „Tropfsteinhöhle“

Sporthalle wird wieder zur „Tropfsteinhöhle“

Kommentare