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Bolm, Friesen und Althausen machen‘s in Northeim

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Von: Matthias Freese

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Jan Friesen steht bei der Einwechslung.
Eingewechselt, abgeliefert: Jan Friesen erzielte das 2:0 für den RSV. © Freese

Mit 3:0 hat der Rotenburger SV sein Spiel gewonnen. Auf der Rückfahrt trafen die Fußballer an einer Raststätte auf einen weiteren Primus der Oberliga.

Rotenburg – An der Raststätte Allertal traf sich am Sonntag noch die „Prominenz“ der Fußball-Oberliga. Eher zufällig, aber quasi zum Siegerbierchen der Spitzenreiter. „Das gehört dazu“, meinte Lucas Chwolka, Mittelfeldspieler des Rotenburger SV, der mit seinen Jungs durch einen 3:0 (1:0)-Erfolg beim FC Eintracht Northeim die Tabellenführung der Abstiegsrunde verteidigt hatte. In der Aufstiegsrunde übernahm dafür der TuS Blau-Weiß Lohne durch ein 5:0 bei Arminia Hannover die Pole-Position – auf der A7 kreuzten sich nun quasi die Wege der Spieler.

„Die Laune ist mega gut“, betonte auch RSV-Coach Tim Ebersbach, schließlich hat sein Team in der Abstiegsrunde nun aus drei Spielen bereits sieben Punkte geholt und liegt sieben Zähler vor den Abstiegsrängen. Allerdings täuschte der klare Erfolg auch ein wenig über den wahren Spielverlauf hinweg. Nach einem Traumstart durch Peter Bolm, dem der Ball des lauffreudigen und präsenten Sturmpartners Joel Schallschmidt aufgelegt wurde (3.), übernahm Northeim das Kommando. „Die frühe Führung hat uns nicht gutgetan. Wir haben dann keinen Zugriff mehr bekommen, sind 25 Minuten nur noch hinterhergelaufen – da wäre ein Unentschieden für Northeim mindestens verdient gewesen“, räumte Ebersbach ein. Einmal reagierte Keeper Jeroen Gies gegen den starken Marc-Jannick Grunert (13.), dann wurde der Ausgleich durch Raoul Fricke zurückgepfiffen, weil der Unparteiische Felix Bickel (SSV Vorsfelde) zuvor angeschossen worden war (25.).

RSV stellt System zur Halbzeit um

Der RSV, der im 4-3-3 begonnen hatte, reagierte mit bekannter Flexibilität und machte nach der Pause mit dem 5-3-2-System weiter. Zudem wechselte Ebersbach gleich dreimal und schickte Jan Friesen für Bolm, Tobias Kirschke für Wedat Bezek sowie Lewis Stroth für den am Oberschenkel verletzten Björn Hakansson ins Spiel. „Von da an waren wir die überlegene Mannschaft, haben nichts mehr zugelassen und jeden Zweikampf im Zentrum gewonnen“, freute sich der Rotenburger Trainer über den gelungenen Schachzug.

Jan Friesen erzwang mit seiner Präsenz denn auch den Ball gegen Torwart Tim Tautermann (78.) und erzielte das 2:0. „Damit war die Messe gelesen“, fand Ebersbach. Luca Althausen erhöhte per Kopfball sogar noch auf 3:0 (85.) und belohnte sich damit für einen souveränen Auftritt als Innenverteidiger. Er übernahm in der Abwehr die Rolle des mit einer Zerrung ausgefallenen Sämi van den Berg.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt. Das hätte ich so nicht erwartet. Die Jungs haben sich in der Pause einmal geschüttelt und haben dann geliefert“, bemerkte Ebersbach. „Letztlich waren wir die taktisch reifere Mannschaft, auch wenn Northeim uns in der ersten Halbzeit ganz schön gefordert hat.“

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