Rotenburgerin ist Europameisterin im Cross-Duathlon

Boczek trotzt allen Widrigkeiten

Angela Boczek fährt auf ihrem Rad an einem See entlang.
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Wieder ganz vorne: Angela Boczek bei der EM in der Paganella-Region.

Gleich zweimal stand Angela Boczek auf dem Podium. Dabei musste die Rotenburgerin im Triathlon zahlreiche Rückschläge wegstecken.

Rotenburg – Trotz eines Sturzes mit dem Rad und weiterer Widrigkeiten hat sich Angela Boczek vom TuS Rotenburg in der Region des Bergmassivs Paganella in Italien den Titel der Europameisterin im Cross-Duathlon sowie auch noch die Bronzemedaille im Cross-Triathlon jeweils in ihrer Altersklasse geholt. Damit knüpfte die 60-jährige Ausdauersportlerin in den Brenta-Dolomiten nahtlos an ihre in den vergangenen Jahren erreichten Erfolge an.

Beim Cross-Duathlon waren beim Start auf 1040 Meter Höhe – etwa 40 Kilometer von Trient entfernt – acht Kilometer zu laufen, 29,5 Kilometer mit dem Mountainbike zurückzulegen sowie abschließend vier Kilometer über Singletrails und Trampelpfade durch den Wald zu absolvieren. Nach 46:03 Minute wechselte Boczek als Führende aufs Rad. Die Radstrecke mit etwa 1 000 Höhenmetern Unterschied bot einen technisch anspruchsvollen Radkurs. „Das verlangte volle Konzentration. Stürzende Athleten versperrten die Engpässe ebenso wie Athleten, die abgestiegen waren und lieber schoben. So kam es mehrfach zu sehr heiklen Situationen, da Vollbremsungen in den steilen Abfahrten ein Überschlag mit dem Rad verursachen konnten“, berichtete die Rotenburgerin. Sie konnte bei der ersten Vollbremsung den Sturz noch umgehen, dann kam es aber doch noch dazu. Dennoch erreichte sie nach 2:39 Stunden die Wechselzone und schließlich nach 3:54:21 Stunden als Europameisterin der Altersklasse 60 das Ziel.

Beim zwei Tage später stattfindenden Cross-Triathlon in Molveno sorgte Regen vor dem Start der Agegrouper dafür, dass die Radstrecke rutschig und schlammig war. Das Schwimmen (1500 Meter) im 16 Grad kalten See verlief für Boczek ungewohnt schlecht. Nach den ersten flotten 200 Metern bekam sie einen Fußtritt in die Rippen und keine Luft mehr. „Ich musste mich auf den Rücken legen und abwarten, konnte bei der Kälte und dem Stress aber keine ruhige Atmung finden“, berichtete die Hals-Nasen-Ohren-Ärztin. Auch der Transponder löste sich noch vom Fußgelenk, konnte von ihr durch ein beherztes Abtauchen aber noch eingefangen werden, bevor er sich im 120 Meter tiefen See verabschiedete. Trotz der Rückschläge verließ sie überraschenderweise das Wasser als Erste ihrer Altersklasse.

Auf dem Rad gingen die Probleme weiter. Neben den schmerzenden Rippen sprang die Fahrradkette auf der ersten Radrunde gleich viermal ab. Die zweite Radrunde lief besser, bis vier Kilometer vor dem Ende die Fahrradkette riss. „Die Strecken bergab konnten wenigstens auf dem Rad rollend gemeistert werden, wenn auch ohne Antrieb, aber bergauf und geradeaus musste ich das Rad schieben“, berichtete sie und kam nach 2:46 Stunden in die Wechselzone. Beim Zehn-Kilometer-Lauf fing es wieder verstärkt an zu regnen. Die Rotenburgerin kam nach insgesamt 4:31 Stunden ins Ziel und sicherte sich den dritten Platz hinter der Deutschen Petra Majewski und Silvia Brandstetter aus der Schweiz.

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