„Bock hätte ich schon“

In der Kreisliga läuft es bei Mark-Michael Völker, doch der Stürmer traut sich mehr zu

Mark-Michael Völker erzielte am Wochenende einen Hattrick.

Rotenburg - Von Nicolas Tréboute. Nach 65 Minuten war der Arbeitstag für Mark-Michael Völker beim Kreisliga-Auswärtsspiel gegen den MTSV Selsingen am Sonntag bereits beendet. Doch diese Zeit reichte dem Fußballer des Rotenburger SV II vollkommen, um mit einem Hattrick zwischen der 18. und der 45. Minuten einen 0:1-Rückstand zu drehen und zum Matchwinner zu avancieren. Sein Tor zum 2:1 – ein Volleykracher aus 22 Metern – war eine echte Augenweide.

„Das Ding treffe ich wohl nie wieder so“, gesteht der Stürmer, der mit sieben Treffern nach zehn Spieltagen bereits ein Tor mehr auf dem Konto hat als in der kompletten letzten Saison.

Völkers Konstanz hat Gründe: Während er in der zurückliegenden Serie oft von der Bank kam, ist er nun unumstrittener Stammspieler. „Ich bin einfach häufiger beim Training. Das war letztes Jahr leider nicht möglich. Einmal in der Woche schaffe ich es jetzt aber mindestens“, erklärt der pfeilschnelle Offensivmann.

Davon profitiert die Rotenburger Landesliga-Reserve momentan, selbst wenn sie wie gegen Selsingen personell aus dem letzten Loch pfeift. Mit Keno Frenz und Wygar Guliew standen zwei Spieler aus der dritten Mannschaft im Kader – und wurden beide eingewechselt, Frenz steuerte sogar den Assist zum 4:2 bei. „Wir hatten eine echte Rumpftruppe zusammen, aber sind trotzdem als Team aufgetreten“, lobt Völker den Zusammenhalt im Team.

Wohl auch wegen der angespannten Lage entschied sich Co-Trainer Alexander Bese dazu, seinen besten Stürmer beim vermeintlich sicheren Stand von 3:1 auszuwechseln. Völker hatte zuvor über Leistenprobleme geklagt. „Einen hätte ich aber noch gemacht“, erklärt der 30-Jährige mit einem Augenzwinkern. So musste Rotenburg nach dem Anschluss zum 2:3 noch einmal richtig zittern, ehe Borreir Nasir in der Nachspielzeit alles klarmachte.

Am Samstag empfangen Völker und Co. jetzt den Tabellenführer TV Sottrum zum Gipfeltreffen. Mit einem Sieg könnte der RSV II die Tabellenspitze erklimmen. „Als wir gehört haben, dass Sottrum verloren hat, haben wir schon in der Kabine richtig Lust gehabt“, kann der Routinier es kaum abwarten.

Völker würde es sich aber auch zwei Ligen höher zutrauen. Schließlich wird in der ersten Mannschaft derzeit ein echter Torjäger gesucht. „Mich hat noch keiner gefragt, aber Bock hätte ich schon“, gibt er zu: „Mal schauen, was die Coaches machen. Ich würde auf jeden Fall nicht Nein sagen.“

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