87:72 gegen Quakenbrück / „Wird schwer, uns noch zu verdrängen“ / Auch Worthmann überragend

Bobo zementiert den Play-Off-Platz

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Das musste einfach mal gesagt werden: „Heute könntest Du echt ein paar positive Worte loslassen“, bat Centerin Katharina Wohlberg ihren Coach Roland Senger. „Ich spare immer etwas mit Lob“, gestand dieser ein. Viel zu kritisieren gab’s am Samstagabend aber in der Tat nicht. Mehr noch: Mit dem 87:72 (37:31)-Heimsieg schüttelten die Zweitliga-Basketballerinnen der BG ’89 Hurricanes den Verfolger TSV Quakenbrück im Kampf um die Play-Off-Ränge ab.

Eigentlich, das zeigt der Blick auf die Tabelle, stehen die Hurricanes nun schon mit anderthalb Beinen in den Play-Offs. Da wollte auch Senger nicht drumherum reden. „Es wird sehr schwer, uns jetzt noch von den ersten vier Plätzen zu verdrängen. Das sollte eigentlich zementiert sein, wenn man ganz ehrlich ist“, betonte er.

Nun, die Quakenbrück Dragons waren nicht wirklich der Gegner, der die Hurricanes in Gefahr bringen konnte. Und das, obgleich die ohne die verletzten Britta Hueske und Samantha Ochs, dafür aber mit Neuzugang Carry Schwarzer angetretenen Gastgeberinnen im zweiten Viertel einen echten Hänger hatten. Nach dem Dreier der selbstbewusst aufspielenden Mascha Treblin (37:21/16.) erzielten sie bis zur Halbzeitsirene keinen Korb mehr. Doch die Artländerinnen nutzten dieses nur zu einem 10:0-Run. „Rotenburg ist von den einzelnen Match-ups einfach besser.

nTreblin mit viel

nSelbstbewusstsein

Außerdem haben wir das älteste Team der Liga und trainieren maximal zwei Mal die Woche“, erklärte Quakenbrücks Coach Tomasz Kumaszynski. Seine Neuzugänge, die Engländerin Nicola Dalton und die Spanierin Victoria Eugenia Gonzalez del Pino, fielen nicht wirklich auf, dafür der amerikanische Pointguard Toby Martin (20 Punkte) und Dreierschützin Ilka Borst (23).

Die überragenden Spielerinnen standen jedoch auf Seiten der BG ’89: Zum einen Franziska Worthmann mit ihren 34 Punkten, obgleich sie im zweiten Viertel kurioserweise leer ausgegangen war. Vor allem aber Aufbauspielerin Erika Bobo, die ihre vielleicht stärkste Partie im Hurricanes-Trikot zeigte. Nur knapp verpasste sie ein Triple-Double und kam neben hochprozentigen 19 Punkten auf 15 Rebounds, neun Assists und sechs Steals! „Erika ist richtig frisch aus Amerika wiedergekommen“, fand auch Senger.

Begeistert waren die rund 70 Zuschauer vor allem vom dritten Viertel, in dem die BG ’89 intensiv verteidigte und zu einem 38:14 stürmte. Den Schlusspunkt setzte hier Franziska Worthmann mit einem Wahnsinns-Dreier aus rund elf Metern. Anschließend war es nur noch ein lockeres Schaulaufen, bei dem sich auch die Talente beweisen durften. Senger wünscht sich zwar noch mehr Konstanz, sah jedoch einen klaren Aufwärtstrend und schmunzelte, ehe er in die Kabine entschwand: „Na, dann werde ich mal ein paar nette Worte sagen.“

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