Visselhövede kassiert 0:8 gegen Hambergen

Blamage und Bangen um Brückner

Eigentlich steht Michel Brückner (l.) beim VfL Visselhövede als Keeper zwischen den Pfosten. Aufgrund der Personalnot seines Teams versuchte er es gegen den FC Hambergen – wie in dieser Szene gegen Gian Muskee – aber als Stürmer.
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Eigentlich steht Michel Brückner (l.) beim VfL Visselhövede als Keeper zwischen den Pfosten. Aufgrund der Personalnot seines Teams versuchte er es gegen den FC Hambergen – wie in dieser Szene gegen Gian Muskee – aber als Stürmer.

Visselhövede – Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der VfL Visselhövede für seine beispiellosen Personalsorgen die Quittung bekommt. Nun ist es passiert: Vor heimischer Kulisse hatten die Bezirksliga-Fußballer gegen den FC Hambergen nicht mal den Hauch einer Chance und kassierten eine mehr als deutliche 0:8 (0:5)-Klatsche. „Das war zwei Nummern zu groß für uns“, musste Coach Thomas Heidler, der vergebens nach einer Erklärung für das Debakel suchte, gestehen. „Ich weiß es nicht, aber es ist auf jeden Fall richtig bitter.“

Eine – wenn nicht sogar die entscheidende – Begründung lieferte ein kurzer Blick auf den Kader. Mehrere Stammkräfte wie Mirko und Patrick Peter fehlen weiter verletzt, ebenso Neuzugänge wie Luca Griech und Eike Beneke. Zudem musste Yunes Parvizi aufgrund seiner Roten Karte passen. Die Konsequenz? Eine zusammengewürfelte Ersatzbank – bestehend aus Zweite-Herren-Spieler Marten Schwarz und Co-Trainer Tobias Laatsch als Ersatzkeeper. Zudem wurde zwar Kai Jager als Auswechselspieler aufgezählt, der Routinier war zum Anpfiff aber gar nicht auf dem Sportplatz, sondern auf der Autobahn. „Ja, ich stand im Stau“, erklärte er seine Verspätung.

Vor allem aber dürfte die neue Trikotnummer von Michel Brückner für Verwunderung gesorgt haben, schließlich trägt er als Keeper normalerweise die Nummer eins. „Ich habe aber einige Stunden vor dem Spiel die Nachricht bekommen, dass ich auf dem Feld gebraucht werde“, begründete Brückner seinen Griff zum grünen Trikot mit der Nummer 19.

Die personellen Probleme dürfen aber keine Ausrede für den Auftritt gegen Hambergen sein, stellte Coach Heidler klar. „In der ersten Elf waren nur Spieler, die auch sonst Kandidaten für die Startformation wären. Wir haben die Dinger einfach viel zu leicht hergeschenkt“, bedauerte der Trainer. In der Tat: Der FC Hambergen puzzelte sich die Abwehr der Gastgeber ohne Probleme auseinander und traf nach Belieben. Von Gegenwehr oder Zweikampfhärte keine Spur. So gingen die Gäste, die als Titelaspirant gelten, schon vor der Pause mit 5:0 in Führung – durch Tore von Keno Liebscher (7.), Maksymilian Amplewski (16./41.), Frederik Nagel (39.) und einen sehenswerten Treffer von Steffen Kaluza (45.). Nach der Pause machten Jorit Bierwald (54.), erneut Nagel (61.) und ein Eigentor von Jan-Hendrik Warncke (78.) alles klar.

Nicht nur die Niederlage wiegt schwer. Schließlich ist die Personalnot noch einmal größer geworden. So musste Oliver Dittmer schon früh verletzt vom Feld (27.). Ogur Beslenmis sah zudem Gelb-Rot (83.) und fehlt nächste Woche beim SV Pennigbüttel gesperrt. „Ja, ein paar Spieler mehr wären schon nicht verkehrt gewesen“, gestand Heidler. Zu allem Überfluss blieb Michel Brückner nach einem Zweikampf liegen und musste vom Feld getragen werden (89.). „Es hat geknackt“, erzählte er und zeigte auf sein Knie. Es fühle sich an wie ein Kreuzbandriss. Die Diagnose steht noch aus.

Von Lea Oetjen

Vom Team alleingelassen: Torhüter Max Kregel sorgte aber immerhin dafür, dass es nicht zweistellig wurde.
Schwache Vorstellung: Endrit Hasanaj – hier gegen Gian Muskee (r.) – erwischte keinen guten Tag. Torgefahr ging von dem Offensivmann nicht aus.

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