Hinten statt vorne – auch gegen Oldenburg?

Mickelat gefällt der neue Job: „Ich weiß ja, dass ich es kann“

Björn Mickelat geht über den Platz und streckt seine Arme nach links und rechts aus.
+
Seht her, geht doch! Offensivspieler Björn Mickelat kann es auch defensiv.

Was am letzten Wochenende bereits funktionierte, könnte nun auch gegen Oldenburg erneut passieren: Offensivspieler Björn Mickelat im Zentrum der Dreierkette.

Rotenburg – Tim Ebersbach hat einen neuen Abwehrspieler – und das, ohne auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Der Coach des Rotenburger SV überraschte beim 2:2 im Auswärtsspiel gegen den TuS Bersenbrück damit, dass er nach dem frühen verletzungsbedingten Aus von Innenverteidiger Sämi van den Berg einen eigentlich Offensiven ins Zentrum der Dreierkette stellte: Björn Mickelat! Wiederholung im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg (Samstag, 14 Uhr) nicht ausgeschlossen.

Mickelat traf diese Variante weniger unerwartet. „Das war nicht überraschend für mich. Die Überlegung gab es ja schon vor zig Wochen“, verriet er und stellte selbstbewusst fest: „Dass ich es kann, weiß ich ja. Das habe ich schon vor fünf Jahren gewusst, als ich es mir beim TuS Zeven selbst zugetraut habe.“ Damals war Mickelat Spielertrainer, er hatte den Club in die Landesliga geführt und war dann wieder in die Bezirksliga abgestiegen.

Dieses Mal auf Rasen

Die Fußballer des Rotenburger SV sind in dieser Saison bislang zweimal auf den VfL Oldenburg getroffen – einmal in der Oberliga und einmal im Niedersachsenpokal. Beide Partien fanden auswärts auf Kunstrasen statt, beide gingen verloren. Nun aber hat Trainer Tim Ebersbach für das Rückspiel am Samstag (14 Uhr) ein besseres Gefühl. Denn: Es wird im Ahe-Stadion auf natürlichem Rasen gespielt. „Wir versuchen, sie zu schlagen“, gibt sich Rotenburgs Coach kämpferisch und weiß, dass sein Team befreit aufspielen kann: „Wenn wir verlieren, würden die wohl in die Aufstiegsrunde gehen.“ Bersenbrück, gegen die die Wümmestädter zuletzt 2:2 spielten, würden indes mit der Ebersbach-Elf um den Nichtabstieg kämpfen. „Wenn wir punkten und Oldenburg mit in die Abstiegsrunde geht, nehmen wir die Punkte wenigstens mit.“ Fehlen werden Sami van den Berg (Knieprobleme), Björn Hakansson und Yannik Funck (beide erkältet). hd

Doch auch in der Oberliga bewies der älteste Spieler der Spielklasse, der nächsten Monat 41 Jahre alt wird, das er durchaus eine echte Alternative auf dieser Position ist. Während er bisher eher die Jokerrolle auf den Offensivpositionen inne hatte und oft erst in der Schlussphase kam, könnte er in der Mitte der Dreierkette nun gegen Oldenburg womöglich auch von Beginn an auflaufen, zumal van den Berg erneut Knieprobleme hat.

Coach Ebersbach attestierte ihm gegen Bersenbrück ein „überragendes Spiel“. Auch er hatte diese Lösung schon „auf dem Zettel“, weiß um Mickelats Ballruhe sowie Übersicht und fand: „Er war echt stark und hat auch richtig gut gegen den Ball gearbeitet. Er war von der ersten Sekunde an da.“

Vieles spricht dafür, dass es nicht das letzte Mal war, dass der RSV-Trainer seinem „Oldie“ diesen Part überlässt – und so ein wenig erinnert es an eine Oberliga-Phase von Adam Posilek, dem früheren RSV-Stürmer, der einst auch in der Abwehr erfolgreich aushalf, allerdings zu einer Zeit, als es noch den Libero gab. Mickelat gefällt sein „neuer“ Job jedenfalls gut. „Jetzt hat der Trainer noch mehr Optionen“, feixte er. Und Tore schießt er trotzdem noch – seinen dritten Saisontreffer erzielte er gegen Bersenbrück per Strafstoß.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Fußballer spielen trotz Corona ‒ Kreis Rotenburg, Bezirk und Verband folgen Heidekreis am Wochenende nicht

Fußballer spielen trotz Corona ‒ Kreis Rotenburg, Bezirk und Verband folgen Heidekreis am Wochenende nicht

Fußballer spielen trotz Corona ‒ Kreis Rotenburg, Bezirk und Verband folgen Heidekreis am Wochenende nicht
Bart und Knodel geben jetzt die Kommandos beim TuS Rotenburg

Bart und Knodel geben jetzt die Kommandos beim TuS Rotenburg

Bart und Knodel geben jetzt die Kommandos beim TuS Rotenburg
Dieses Mal ist Ossenberg ganz vorne

Dieses Mal ist Ossenberg ganz vorne

Dieses Mal ist Ossenberg ganz vorne
Tischtennis-Legende Eberhard Schöler flüchtete im Weltkrieg nach Scheeßel

Tischtennis-Legende Eberhard Schöler flüchtete im Weltkrieg nach Scheeßel

Tischtennis-Legende Eberhard Schöler flüchtete im Weltkrieg nach Scheeßel

Kommentare