Rotenburger SV verlor gestern Abend in Elsdorf mit 0:1 gegen FC St. Pauli II / „Teilweise an der Grenze“

„Bis zum Ende war alles möglich“

St. Paulis Marcel Meyer (M.) kämpft gegen Andreas Kiel (l.) und Norman Heinemann vom RSV um den Ball.

Kreis-Rotenburg - Von Lars KattnerELSDORF · „Favorit sind wir sicher nicht, deswegen wollen wir wie gegen Ottersberg aus einer sicheren Defensive spielen und hin und wieder einen Konter setzen“, war gestern Abend die Devise von Detlef Lehmann, Coach der Fußballer des Rotenburger SV, vor der Partie gegen den FC St. Pauli II im Rahmen der Elsdorfer Pokalwochen. Das Team setzte die Marschroute über weite Strecken gut um, verlor aber dennoch knapp mit 0:1 (0:1).

Die 160 Zuschauer mussten auf den Anpfiff rund zehn Minuten warten, da das Team aus Hamburg im Stau steckte. Dafür zeigte der Nachwuchs des Bundesligisten gleich in den ersten Minuten, dass dieser Test keinen Freundschaftsspiel-Charakter haben sollte. Erster Leidtragender war Andreas Kiel, der bereits nach vier Minuten rüde gefoult wurde. Durch schnelles Verschieben ließ St. Pauli dem RSV wenig Raum und Zeit zum Spielaufbau, die erste Chance des Spiels gehörte aber den Wümme-Kickern: Tobias Kirschke zog ab, aber Keeper Edgar Zinn parierte (10.).

Für den einzigen Treffer des Tages sorgte dann nach 25 Minuten Vasili Vallianos, der zunächst Torwart Tim Rogas überlief und danach den Ball etwas glücklich durch die Beine von Norman Heinemann, der auf der Torlinie noch versuchte zu retten, schob. Auffällig war auch nach dem Treffer die Härte, mit der beide Teams konsequent zur Sache gingen und sich bearbeiteten. „Das war teilweise wirklich an der Grenze“, gab auch Lehmann zu. So kam es auch an der Seitenlinie zwischen ihm und St. Paulis Trainer Jörn Großkopf zu einigen Wortgefechten, da beide mit der jeweiligen Zweikampfführung des Gegners nicht ganz einverstanden waren. Kurz vor dem Seitenwechsel vergab Tobias Delventhal die große Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterte aber freistehend an Zinn.

Spannend wurde es in der zweiten Hälfte erst wieder ab der 60. Minute, aber Rogas vereitelte selbst beste St. Pauli-Chancen (59./65.(79.). Die Riesen-Möglichkeit zum Ausgleich hatte der RSV in der 82. Minute, als der Hamburger Hauke Brückner einen Hereingabe von Güven Ayik an die Latte des eigenen Tores nagelte. Im Gegenzug foulte Heinemann Dercan Toksöz im Strafraum, den fälligen Elfmeter setzte Petar Filipovic aber in den Elsdorfer Abendhimmel. In der Schlussminute gab es dann noch einen Aufreger, als Patrick Werna auf dem Weg zum Ausgleich stark behindert wurde, die Pfeife des Schiedsrichters jedoch stumm blieb. „Das Spiel war kämpferisch anspruchvoll, für uns war bis zum Ende alles möglich“, war Lehmann trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

Verzichten muss der Trainer übrigens auf die Dienste von Davut Ersu, der als Testspieler beim 3:0-Erfolg gegen den TSV Ottersberg mitspielte. Hintergrund sind berufliche Gründe.

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