Hurricanes lassen im letzten Test gegen Harburg die Muskeln spielen und haben viel Spaß

Die Biester sind los

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Lücke gefunden: Pia Mankertz (am Ball) geht durch Andrea Kahle (l.) und Dorit Pulmer durch. Rechts im Bild: Kierra Mallard.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Es klang fast schon wie eine Liebeserklärung, war aber zumindest eine große Sympathiebekundung: „Ich mag mein Team!“, betonte Christian Greve und verwies auf den „guten Spirit“ in seiner neuen Crew.

Der Trainer hatte eine ebenso große Freude wie seine Spielerinnen, die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes, die ihr letztes Testspiel vor dem Saisonstart vor 120 Zuschauern in Scheeßel mit 106:49 (52:24) gegen die klassentieferen Harburg Baskets souverän für sich entschieden.

Mit Zug zum Korb und Übersicht in der Defense: Die Amerikanerin Janae Young (Mitte) ist eine Verstärkung.

Es war irgendwann im zweiten Viertel, als Neuzugang Constanze Wegner zum schwarzen Filzstift griff und damit ihren rechten Arm bemalte. Die Konturen eines Druckknopfes zeichnete sie nach. Und schrieb den Zusatz „Beast Mode“ darüber. Später klärte sie lachend auf: „Das ist der Modus, in den wir gehen.“ Oder anders gesagt: Die Biester sind los! Passend dazu gibt es eine neue Geste: Nach jedem Dreier, nach jeder gelungenen Aktion wurden wie bei Bodybuildern immer wieder die angespannten Oberarme hochgenommen – amüsante Muskelspiele à la Hurricanes. „Manchmal muss das raus“, findet auch die Österreicherin Kata Takács, mit 21 Punkten die beste Scorerin gegen Harburg. Und Constanze Wegner betont: „Wir versuchen aber, uns im normalen Leben zusammenzureißen.“

Coach Greve findet das Verhalten gut. „Stärke zeigen“, nennt er es. „Alle haben große Lust, mit dem Team zusammen zu performen und feiern sich für eine gute Aktion.“ Das sieht auch Kata Takács so: „Es macht richtig Spaß. Da ist schon ein Unterschied zum letzten Jahr zu erkennen.“

Die neuen Gesichter scheinen dem Team gut zu tun. Allen voran Constanze Wegner tat sich schon mal als Motivatorin hervor. „Sie ist ein unglaublicher Stimmungsmotor und arbeitet auf dem Feld sehr hart“, lobt ihr Coach. Mit drei Dreiern untermauerte die 23-Jährige zudem ihre Qualitäten als Werferin. Und die anderen? Janae Young war zwar gegen Harburg nicht so treffsicher und holte sich früh ihr drittes Foul ab (7.), doch „sie hat einen super Zug zum Korb und eine klasse Übersicht in der Defense“, sagt Greve. Kierra Mallard, die zweite Amerikanerin, wurde zum Schluss aufgrund einer Kapselverletzung an der rechten Hand geschont, „aber sie macht ihre Sache gut. Und es ist gar nicht schlecht, dass sie eine gewisse Ruhe ausstrahlt“, urteilt der Trainer über die introvertierte Centerin.

Von den jungen deutschen Kräften mussten Stefanie Pavlu (Knieverletzung) und Clara Schwartz (hatte im Training einen Ball ins Gesicht bekommen) pausieren, während Fee Zimmermann mit 14 Punkten gefiel. „Sie hat aber auch die Idee der Verteidigung, wie ich sie sehen möchte, sehr gut verstanden“, findet Greve. Eigengewächs und Team-Küken Edda Schmidt darf „alles ausprobieren und Fehler machen“, wie ihr Trainer betont.

Hurricanes: Young (16), Baden (10), Mankertz (19), Takács (21), Wegner (11), Stach (9), Schmidt (2), Mallard (4), Zimmermann (14).

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