Bezirkspokal: RSV verliert Elfmeterkrimi in Etelsen / Schiedsrichter im Mittelpunkt / Debüt von Schulwitz

Starke Leistung nicht belohnt – 5:6

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Rotenburgs Yannik Malende (links) im Laufduell mit Etelsens Micha Langreder.

Rotenburg - Von Kai Caspers. Bezirks-Pokalspiele des TSV Etelsen – sie sind nichts für schwache Nerven. Auch im Achtelfinale gegen den Ligarivalen Rotenburger SV benötigte der Fußball-Landesligist das Elfmeterschießen, ehe der Einzug ins Viertelfinale nach einem glücklichen 6:5 (0:1/1:1) perfekt war.

Im Gegensatz zur Vorwoche avancierte jedoch nicht Keeper Daniel Büchau zur entscheidenden Figur auf Seiten der Gastgeber, sondern vielmehr stand Schiedsrichter Simon Schleupner aus Munster im Mittelpunkt des Geschehens. Zehn Minuten vor dem Ende hatte er beim Spielstand von 0:1 den Rotenburger Torschützen Jelle Röben mit einer fragwürdigen Roten Karte des Feldes verwiesen. Das wusste auch Etelsens Trainer. „Das war nie und nimmer eine Rote Karte. Aber damit hat er uns kräftig in die Karten gespielt“, wusste Bernd Oberbörsch. Denn erst in Überzahl entwickelten die Gastgeber, die gerade in der ersten Hälfte gegen eine kompakte RSV-Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel gefunden hatten, auch den nötigen Druck. Für Rotenburgs Coach Jan Fitschen allerdings nicht nur dem Platzverweis, sondern auch der dünnen Personaldecke geschuldet. „Hinten raus haben uns dann doch die Kräfte verlassen. Dennoch haben wir in der ersten Halbzeit eine starke Leistung gezeigt und hätten dort bereits alles klar machen können.“ In der 85. Minute war es dann soweit. Der eingewechselte Pascal Kubiak bediente Mario Gloger und der ließ RSV-Keeper Karim Attia keine Chance – 1:1. Kurz vor dem Ende hatte RSV-Neuzugang Maximilian Schulwitz vom Oberligisten TB Uphusen, er hatte erst gestern die Spielberechtigung erhalten, gleich zweimal den Siegtreffer auf dem Fuß. Doch beide Male fand er seinen Meister in Etelsens Keeper Daniel Büchau. „Macht Maximilian das 2:1, müssen wir uns alles andere gar nicht mehr unterhalten“, ärgerte sich Fitschen. Und sein Ärger war nachzuvollziehen. Hatten bis zum 4:5 im Elfmeterschießen alle Schützen getroffen, fand Maximilian Altevoigt seinen Meister in Attia. Doch der Schiedsrichter ließ den Versuch wiederholen, da sich Rotenburgs Keeper zu früh bewegt hatte. Altevoigt traf im zweiten Versuch, ehe Rotenburgs Jannis Niestädt das Leder über den Kasten jagte und Jannis Oberbörsch mit dem 6:5 für Etelsen alles klar machte. „Auch da hatten wir das Glück auf unserer Seite. Von daher müssen wir froh sein, dass wir trotz der schwachen Leistung gewonnen haben“, resümierte Etelsens Bernd Oberbörsch.

Rotenburger SV: Attia - Kiel, Kanigowski, Peter, Baris (71. Schulwitz), Brillowski (61. Heimbruch), Malende (90. Meyer), Drewes, Röben, Niestädt, Kirschke.

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