Helvesiek trotzt dem Spitzenreiter im Derby mit Defensivtaktik ein 1:1 ab

Die „Betonmischer“ ärgern Stemmen

Nils-Ole Beckmann (links) ist mal wieder zur Stelle und klärt, bevor Helvesieks Spielmacher Sönke Prigge (rechts) an den Ball kommt. Foto: FREESE

Helvesiek - Von Vincent Wuttke. So eine kurze Anreise zu einem Auswärtsspiel ist selten. Da verwunderte es nicht, dass eine Gruppe von Anhängern des TV Stemmen mit dem Rad zum Sportplatz des SV GW Helvesiek fuhr. Sie sahen im Topspiel der 1. Fußball-Kreisklasse Süd ein 1:1 (0:1) und machten sich bei Nieselregen wieder auf den knapp vier Kilometer langen Rückweg.

Wer sich am Ende von den beiden Teams mehr freute, war nicht schwer zu erkennen. Die Hausherren jubelten, während die Gäste den Abpfiff quasi emotionslos hinnahmen. Für den Spitzenreiter Stemmen sind es zwei verlorene Punkte im Rennen um die direkte Rückkehr in die Kreisliga. „Wir hatten kein Testspiel und waren trotzdem über weite Strecken dominierend“, fand Trainer Heiko Meyer. Sein Gegenüber Jan Rosenbrock sah es ähnlich: „Die legen immer los wie die Feuerwehr und sind vorne richtig gut.“

Deshalb hatte Helvesieks Coach seiner Mannschaft auch eine sehr defensive Taktik mit auf den Weg gegeben. Mit den beiden Liberos Justin Perschon und Domenic Wahlers schickte er seine Mannen auf den Rasen. Zudem stand Sönke Prigge quasi auf den Füßen von Stemmens Stefan Ehrke. Mit neun Feldspielern warteten die Gastgeber in der eigenen Hälfte und machten gerade das Zentrum, in dem Stemmens Torjäger Douglas Grun, Martin Illinger und Hannes Bellmann aufliefen, dicht. Lediglich Helvesieks Stürmer Max Müller hielt sich in der gegnerischen Hälfte auf und hatte einen ganz schweren Stand. „Wir wollten Beton anmischen. Ich habe Max deshalb vorher schon gesagt, dass es für ihn wohl ein richtig ekeliges Spiel wird“, so Rosenbrock. Er bleibt auch nach acht Spielen als Coach ungeschlagen. „Das ist schon fast unheimlich.“

In der ersten Halbzeit sah es so aus, als würde die Serie reißen. Stemmen hatte alles unter Kontrolle und beste Chancen. Bellmann traf die Latte (22.) und Wink den Pfosten (28.). Von Helvesiek kam lange nichts nach vorne. Ein Kullerball von Perschon war alles, was die Offensive zu bieten hatte (4.).

Nach einer Stunde stellte Rosenbrock dann um. Mit den eingewechselten Felix Wöhl und Jan-Lukas Pils wurde die Aufstellung offensiver – mit Erfolg. Das 0:1 durch Bellmann aus der 44. Minute egalisierte Müller nach einer kurzen Drangphase und einem Foul von Tim Wahlbrinck an Pils per Elfmeter (71.). Er überwand Keeper Frederik Narten, der aufgrund von Personalproblemen einsprang. „Man muss sagen, dass Helvesiek ein sehr starker Gegner ist“, lobte Meyer seinen Konkurrenten.

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