Auch Niels und Michael Halatsch gelingt in Shanghai ein starker Ironman

Bestzeit – Ludolfs löst Hawaii-Ticket

In 4:22:58 Stunden beendete Niels Halatsch den Ironman über die Mitteldistanz.

Rotenburg – Ein Triathlon-Trio des TuS Rotenburg hat beim Ironman 70.3 in Shanghai für Aufsehen gesorgt! Der 31-jährige Niels Halatsch beendete den Wettkampf über die Mitteldistanz als sechstbester deutscher Starter und Siebter der Altersklasse 30-34 in 4:22:58 Stunden, Sebastian Ludolfs (45) folgte ihm kurz darauf in neuer Bestzeit von 4:27:00 Stunden. Er landete dadurch in der AK 45-49 sogar auf dem zweiten Rang. Mehr noch: Damit gelang ihm die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. Auch für Michael Halatsch, mit 51 Jahren der Senior im Team, lief es gut – bei 5:22:46 Stunden stoppte die Uhr.

Während der Walsroder Ludolfs bereits am Dienstag anreiste, sollte der Trip für die Mulmshorner tags darauf mit Hindernissen verbunden sein. Die Sperrung des Hamburger Flughafens wegen einer Flieger-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der Flug fiel aus, erst einen Tag später ging es los. „Für Sportler ist nach einer langen Anreise die Anpassung an das dortige Klima und die Zeitumstellung sehr wichtig. Das fiel für uns flach. Was sollten wir machen? Einfach abhaken und mit der neuen Lage klarkommen“, erklärte Michael Halatsch. Zwei Tage vor dem Start erreichten sie das Hotel in Chongming.

Die 1,9 Kilometer im Wasser waren für die Athleten des TuS Rotenburg kein Problem. Triathleten aus 46 Nationen waren am Start. Mit soliden Schwimmzeiten sicherten Ludolfs (31:39) und Niels Halatsch (29:40) vordere Plätze, Michael Halatsch benötigte 35:17 Minuten.

Auf dem Rad wollte das Trio seine starke Radform ausspielen. „Die 90 Kilometer mit nahezu keinen Höhenmetern passten perfekt zu den Bedingungen im Altkreis“, fand Michael Halatsch. Ludolfs trumpfte mit einem 41er-Schnitt auf und war in seiner Klasse am schnellsten (2:12:54). Niels Halatsch freute sich über eine neue Bestzeit (2:15:12) – aber die Freude währte nur kurz, denn die Konkurrenz aus China war noch schneller – so blieb die achtschnellste Zeit. Michael Halatsch rollte das Feld von hinten auf, doch bremsten ihn die Wettkampfrichter aus. „Das eine oder andere Überholmanöver war wohl zu dicht“, meinte er – das bedeutete Windschatten fahren und eine fünfminütige Zeitstrafe (2:31:29).

Das Laufen war für Ludolfs in der Vergangenheit der Knackpunkt – doch hier hatte er hart gearbeitet. Und das zahlte sich aus. Er benötigte 1:36:27 Stunden für den Halbmarathon und musste nur den Russen Dimitrii Saiapin in seiner Altersklasse vorbeilassen. Neben Platz zwei bei den 45- bis 49-Jährigen wurde er Gesamt-50. bei den Männern. Niels Halatsch wollte den Abstand zur Spitze verkürzen, aber die Konkurrenten aus Australien, England und China machten es dem Soldaten schwer. So beendete er den Halbmarathon in 1:32:37 Stunden und schaffte mit Rang sieben eine Top-Ten-Platzierung. Im Männer-Gesamtranking landete er damit auf dem 39. Platz. Michael Halatsch plagten nach sieben Kilometern Krämpfe. Er biss sich durch, finishte nach 2:08:00 Stunden für die 21 Kilometer und wurde 19. der AK 50-54. „Wir kommen mit mehr Sicherheitspuffer bei der Anreise gerne wieder“, resümierte er.  maf

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