Beslenmis kennt keine Gnade

Abgezockte Visselhöveder behalten im Derby die Oberhand

Keiner zieht zurück: Hannes Kettenburg (2.v.l) zeigt gegen Visselhövedes Eike Beneke (r.) vollen Einsatz. Auch Patrick Peter (M.) beharkt sich mit Unterstedts Sechser Lukas Tohoff. Abwehrchef Oliver Dittmer betrachtet die Szenerie lieber aus der Ferne. - Foto: Freese
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Keiner zieht zurück: Hannes Kettenburg (2.v.l) zeigt gegen Visselhövedes Eike Beneke (r.) vollen Einsatz. Auch Patrick Peter (M.) beharkt sich mit Unterstedts Sechser Lukas Tohoff. Abwehrchef Oliver Dittmer betrachtet die Szenerie lieber aus der Ferne.

Unterstedt - Von Nicolas Tréboute. Spitzenspiele werden manchmal durch Kleinigkeiten entschieden. Das war auch im Verfolger-Derby der Fußball-Kreisliga zwischen der gastgebenden SG Unterstedt und dem VfL Visselhövede nicht anders. In einer ausgeglichenen Partie patzte der ansonsten starke Torhüter Phillip Krüger, ausgerechnet der Ex-Unterstedter Ogur Beslenmis war per Kopf zur Stelle und machte den Weg zum 2:0 (0:0)-Erfolg der Gäste frei. Mit schlechten Sichtverhältnissen ist Krügers Fehler aber wohl nicht zu erklären – immerhin brannte in Unterstedt schon zu Spielbeginn das Flutlicht.

„Das war eine Slapstick-Einlage. Da hat Phillip leider nicht gut ausgesehen“, kommentierte Unterstedts Coach Uwe Delventhal die Szene, die sich in der 66. Minute abgespielt hatte. Visselhövedes Sechser Kai Jager brachte eine Einwurfflanke nach innen: Schlussmann Krüger streifte den Ball bei dem Versuch einer Faustabwehr lediglich, sodass Beslenmis wenig Probleme hatte, ins verwaiste Tor einzuköpfen.

Diesen Fauxpas konnten sich die Unterstedter nicht mehr aus den Gliedern schütteln, sodass ein weiterer individueller Fehler die Partie zugunsten des Tabellendritten entschied. Rechtsverteidiger Vincent Wuttke versuchte, zu seinem Keeper zurückzupassen, allerdings mit deutlich zu wenig Tempo. „Vissels“ Kapitän Patrick Peter nahm Fahrt auf und bediente Drilon Demaku, dessen missglückter Schussversuch wieder bei Peter landete. Der Routinier zog ab und der eingewechselte Jannes Bade staubte nach der starken Parade Krügers zum 2:0 ab (85.) – die Entscheidung.

Schon zuvor hatte die unerfahrene Unterstedter Mannschaft nicht ihre gewohnte Offensivpower entwickeln können. Die Gäste verdichteten das Zentrum und schalteten immer wieder schnell um. „Wir haben gegen rustikale, abgezockte Mannschaften immer wieder Probleme“, stellte Uwe Delventhal fest: „Dennoch müssen wir in der ersten Halbzeit zwingend in Führung gehen.“

Der Coach haderte mit der Szene, als Tobias Delventhal von Leon Linke in der 45. Minute im Strafraum freigespielt wurde. Der Goalgetter hätte frei abschließen können, entschied sich aber für den Pass auf den völlig freien Spielmacher Hannes Kettenburg – dieser geriet jedoch deutlich zu lang. Bei einer Doppelchance durch Florian Liszkowski und Tobias Delventhal (19.) hatte zuvor der bärenstarke Keeper Michel Brückner einem Torerfolg im Wege gestanden.

Am Ende siegte mit Visselhövede das cleverere Team und liegt als Tabellendritter nur noch zwei Punkte hinter dem Primus TV Sottrum. Kein Wunder, dass Coach Thomas Heidler gute Stimmung verbreitete: „Respekt vor dieser Leistung. Als Aufsteiger jetzt schon 32 Punkte zu haben, ist einfach Wahnsinn.“

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