Ungewöhnliche Kreismeisterschaften

Torge Bertram bleibt in Scheeßel unter zwölf Sekunden

Nach langer Zeit wieder genutzt: Die Laufbahn in Scheeßel mit den Startkästen.
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Nach langer Zeit wieder genutzt: Die Laufbahn in Scheeßel mit den Startkästen.

Scheeßel – Theo Maxin war sich ziemlich sicher: „So ein Rennen gibt es nur bei Kreismeisterschaften“, stellte der Vorsitzende des Kreisleichtathletikverbandes Rotenburg fest. Er meinte damit diesen einen, ganz gewissen 100-Meter-Lauf, in dem es einen Altersunterschied von 52 Jahren (!) gegeben hatte, weil neben den Senioren auch die U 18-Läuferin Nele Müller und U 20-Athlet Torge Bertram (beide LAV Zeven) an die Startlinie gegangen waren. Die beiden Youngster setzten mit ihren Sprints auch eines der Highlights der offenen Titelkämpfe. Der dem TV Scheeßel angehörende Bertram durchbrach die Zwölf-Sekunden-Marke mit seinen beachtlichen 11,98, Müller lag knapp dahinter (12,21).

Schnelles Rennen der unterschiedlichen Generationen: Torge Bertram (l.) siegt vor Nele Müller. Mitten drin: der Botheler Helge Schwarz.

Dass es auch bei Kreismeisterschaften durchaus zu hochklassigen Ergebnissen kommt, bewiesen beide damit eindrucksvoll. Die Zeit des 18-jährigen Bertram, der auf der Außenbahn starten musste, erfüllt sogar die Bedingungen für eine vordere Platzierung in der Bezirksbestenliste, die 17-jährige Müller schrammte nur knapp an ihrem im Juli in Zeven erzielten Top-Wert (12,10) vorbei. Mit diesem hatte die DM-Teilnehmerin im Bezirk die Führung übernommen. Doch auch die ältere Generation kam, gezogen von den Talenten (und durch den Rückenwind), zu guten Zeiten. Wie Helge Schwarz (M 50) vom TuS Bothel, der mit 12,94 Sekunden ebenfalls an seiner Saisonbestleistung kratzte.

Christoph Debus vom TuS Bothel warf den Speer 27,53 Meter weit.

Die erste Leichtathletik-Veranstaltung im Kreis nach der langen Corona-Pause litt allerdings auch ein wenig darunter, dass einige Vereine nicht gemeldet hatten – wie beispielsweise der TuS Rotenburg mit seinem Nachwuchs. Theo Maxin hätte sich mehr Zuspruch gewünscht. Insgesamt traten so knapp 100 Athleten an – mehr als die Hälfte kam von der LAV Zeven. Maxin meinte in Bezug auf die Starteranzahl im Vergleich zu den Meisterschaften vor der Corona-Krise: „50 Prozent fehlen uns fast. Das ist schon heftig. Wir freuen uns aber, dass Scheeßel gesagt hat, wir machen das auch unter den erschwerten Bedingungen.“

Gut gestoßen: Die Scheeßelerin Paula Holste im Trikot der LAV Zeven gewann den U 14-Dreikampf.

Die Scheeßeler Athleten selbst hatten sich zu Jahresbeginn der LAV Zeven angeschlossen und starten nun auch unter deren Namen und deren Trikots. Einige durchaus erfolgreich. Den Dreikampf der U 15 entschied dabei Colin Ruthe mit 1 305 Punkten für sich, weil der Zweitplatzierte Christoph Debus (TuS Bothel) die Kugel mit 9,84 Metern zwar deutlich weiter stieß, aber keinen gültigen Weitsprungversuch hatte. Die Scheeßelerin Paula Holste (LAV Zeven) gewann den „Dreikampf im Dreikampf“ der W 14 vor ihren Teamkolleginnen Julia Wolff und Svea Huch. Mit 4,19 Meter im Weitsprung, 14,33 Sekunden über die 100 Meter und 5,34 Meter mit der Drei-Kilo-Kugel lag sie in allen Disziplinen vorne. Zudem absolvierte sie noch die 80 Meter Hürden siegreich in 15,75 Sekunden. Knapp landete Scheeßels Frederike Bertram in der W 13 auf Dreikampf-Platz zwei hinter Dunja Wagener (TSV Gnarrenburg). Bei den ein Jahr jüngeren Mädchen behauptete sich Talea Rathjen aus Scheeßel souverän – vor allem mit 11,43 Sekunden über die 75 Meter.

Von Matthias Freese

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