Runter vom Abstiegsplatz

Berndt bringt Westerholz auf Kurs

Hauke Riebesehl (l., gegen Jannes Hädecke) bekam das Spiel der RSV-Zweiten nicht immer geordnet. - Foto: Wuttke
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Hauke Riebesehl (l., gegen Jannes Hädecke) bekam das Spiel der RSV-Zweiten nicht immer geordnet.

Westerholz - Von Vincent Wuttke. Bei Marten Berndt reichte die Kraft nach dem Abpfiff auch noch, um im Galopp die letzte Eckfahne einzusammeln. Kein Wunder, dass er voller Elan war: Der Innenverteidiger des TuS Westerholz avancierte im Nachholspiel der Fußball-Kreisliga auf eigenem Platz gegen den Rotenburger SV II mit einem Doppelpack zum Matchwinner beim 3:2 (1:0). Berndt gab aber zu: „Geht das Spiel drei Minuten länger, geht‘s Unentschieden aus.“

Doch weil es beim Sieg blieb, springt Westerholz dank des Verteidigers auf einen Nichtabstiegsplatz. „Hoffentlich spielen auch andere Mannschaften für uns“, hatte Coach Matthias Klindworth nach Abpfiff noch gehofft. Der MTSV Selsingen tat ihm den Gefallen und holte gegen Westerholz‘ direkten Konkurrenten FC Ostereistedt/Rhade ein 1:1. Da der TSV Karlshöfen spielfrei war, überflügelten die Blau-Weißen auch noch die Elf aus dem Nordkreis. „Drei Punkte brauchen wir aus unseren beiden Spielen noch“, meinte „Torjäger“ Berndt.

Trainer Klindworth gefielen die ersten 45 Minuten seiner Elf überhaupt nicht – und das teilte er seiner Mannschaft in der Kabine auch deutlich mit. „Ich bin das erste Mal richtig aus der Haut gefahren. Das hat die Jungs wohl an der Ehre gepackt.“ Während die Gastgeber zunächst zeigten, dass sie zurecht in Abstiegsgefahr sind, hatte Rotenburg die wenigen Torchancen. Patrick Brillowski (16./44.) und Justin Gercken (40.) verwandelten aber nicht. „Die Schüsse waren ja alles Mäusehammer von uns. Das passte zu dem Not-gegen-Elend-Spiel vor der Pause“, so Rotenburgs Coach Christoph Drewes.

Bei seiner Elf riss der Faden, als sich Rechtsverteidiger Janno Hornig bei einem Zusammenprall mit Hans Wahlers einen Brummschädel holte (35.). Er quälte sich zwar noch bis zur Pause, musste dann aber runter. „Ich habe ordentlich einen abbekommen und ein paar Gleichgewichtsprobleme“, berichtete er. Das Westerholzer 1:0 durch Berndt war Hornigs letzte Aktion, denn direkt nach dem Tor pfiff Schiedsrichter Danny Lem (TSV Groß Meckelsen) ab (45.+2).

Kurze Zeit nach Wiederbeginn erhöhte Berndt nach einem Konter auf 2:0 (56.). „Als Verteidiger verbraucht man nicht so viel Kraft. Da kann man mal mitgehen, wenn man ein gutes Gefühl hat“, erklärte der Torschütze. Björn Banehr machte mit dem 3:0 (58.) scheinbar alles klar, doch am Ende zitterte Klindworth doch noch um den Sieg. Rotenburg verkürzte durch Waldemar Ott (73.) und Brillowski (87.). Zu mehr reichte es nicht. „Die Luft ist komplett raus bei uns“, meinte auch Drewes.

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