RSV verpasst Sprung, weil die Abwehr beim 1:3 in Bornreihe patzt

Bergauf zur Ecke, nicht in der Tabelle

Es war kein schönes, aber ein umkämpftes Spiel in Bornreihe. Hier attackieren die Rotenburger Timo Kanigowski (l.) und Jannis Niestädt (r.) den Blau-Weißen Hendrik Lütjen. - Foto: Freese

Bornreihe - Von Matthias Freese. Sie hatten auf dem ziemlich unebenen Untergrund einige Höhenmeter überwunden, doch die Punkte blieben dort aufgrund von drei Aussetzern der Abwehr liegen: Durch die 1:3 (1:2)-Niederlage am Ostersamstag im Spitzenspiel beim SV Blau-Weiß Bornreihe vergaben die Fußballer des Rotenburger SV die große Möglichkeit, zwei Tage später mit einem Heimsieg gegen Eintracht Lüneburg (heute, 15 Uhr) die Tabellenspitze der Landesliga zu übernehmen.

„Das hatte mit Fußball nichts zu tun, das war eher Kick and Rush. Auf dem Acker etwas aufzuziehen, ist aber auch schwer“, schüttelte RSV-Coach Jan Fitschen den Kopf über die Sportanlage am Schuldamm. So tiefe Kuhlen wie in Bornreihe sind sie eben nicht gewohnt. Und bei den Ecken ging es für den jeweiligen Schützen sogar ziemlich bergauf. Kein Wunder also, dass der Ball da bisweilen hoppelte wie der Osterhase, wenn er es eilig hat.

Die Gegentore hatten sich die Rotenburger allerdings selbst zuzuschreiben. Dem ersten durch Jascha Stern ging ein Stellungsfehler von Andreas Kiel voraus, wodurch Hendrik Lütjen das Tor per Doppelpass einleiten konnte (13.). Lütjen profitierte nur zwei Minuten später von einem Fehlpass, den sich Abwehrchef Christoph Drewes erlaubt hatte (15.).

Somit hieß es nach einer Viertelstunde 2:0 für die Gastgeber statt andersherum. „Wir hätten nach zehn Minuten 2:0 führen müssen“, hatte Fitschen nach einem Foul von Steffen Dietrich an Sercan Durmaz einen Strafstoß erwartet (4.) und dachte zudem an die Riesenchance von Patrick Peter (7.). Peter brachte seine Farben zwar nach einem dicken Patzer von Dietrich auf 1:2 heran (34.), doch einen von Drewes unterlaufenen Freistoß nutzt Tim Schäfer volley zum entscheidenden 3:1 (81.). Ärgerlich für den RSV, dass ein reguläres Kopfballtor von Jannis Niestädt von Referee Sören Steeg nicht anerkannt wurde, weil Mathis Wulff zuvor angeblich Dietrich gefoult hatte (60.). „Traurig, sonst hätten wir das Spiel gedreht“, war sich Niestädt, der einzige mit einer soliden Abwehrleistung an diesem Tag, sicher. „Und dann machen die so ein Eierding.“

Dass die zahlreichen Ausfälle verantwortlich für die Niederlage waren, wollte Jan Fitschen nicht als Erklärung gelten lassen: „Daran lag es nicht“, meinte der Coach, der mal wieder selbst für den Notfall auf dem Spielberichtsbogen stand. Allerdings fehlten ihm diverse Stammkräfte: Henner Lohmann und Mirko Peter weilten im Urlaub, Kevin Klützke setzte wegen seiner Gelbsperre aus, Atilla Iscan war aufgrund des Verdachtes auf einen Außenbandriss nicht dabei. Und Tobias Kirschke wartet nach seinem MRT-Termin noch auf die Diagnose für seine Knieverletzung. „Ich habe aber ein ganz gutes Gefühl“, meinte er am Rande des Spiels.

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