Rotenburgs Landesliga-Handballer und der Coach gehen künftig getrennte Wege

Benjes: „Ich bin der Letzte, der sich in den Weg stellt“

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Thomas Benjes ist ab sofort nicht mehr Trainer des Handball-Landesligisten TuS Rotenburg.

Rotenburg - Von Mareike LudwigPaukenschlag kurz vor dem Weihnachtsfest: Die Landesliga-Handballer des TuS Rotenburg haben sich mehrheitlich gegen ihren Coach Thomas Benjes ausgesprochen. Der Übungsleiter, der erst zu Saisonbeginn das Amt von Götz Siegmeyer übernommen hatte, zog daraufhin die Konsequenzen und legte mit sofortiger Wirkung sein Amt an der Wümme nieder. Interimsweise steht nun erstmal wieder Co-Trainer Götz Siegmeyer an der Seitenlinie. „Wenn sich die Mannschaft dazu entschieden hat, es künftig anders machen zu wollen, bin ich der Letzte, der sich in den Weg stellt“, erklärte Benjes gestern auf Nachfrage dieser Zeitung.

Die sportliche Situation habe laut Kapitän Klaas-Marten Badenhop indes nichts mit dem Schritt zu tun, schließlich steht der Wümme-Club trotz seiner eklatanten Auswärtsschwäche als Dritter derzeit gut in der Tabelle da. „Es ist uns sehr schwer gefallen, doch wollten wir in jedem Fall mit offenen Karten spielen. Wir sind mit der sportlichen Situation schon länger unzufrieden und haben das Gefühl, dass wir uns als Mannschaft nicht weiterentwickeln. Wir treten auf der Stelle“, begründet Badenhop den Entschluss.

Das Team hätte die laufende Saison gerne noch mit Benjes zu Ende gespielt und erst dann einen Neuanfang angestrebt, doch das lehnte Benjes ab. „In dieser Konstellation macht es keinen Sinn, weiterhin Trainer zu bleiben. Die Jungs haben sich so entschieden, das Vertrauen ist daher weg“, sagt Benjes und fügt hinzu: „Ich denke schon, dass die Mannschaft Fortschritte gemacht hat. Die fallen aber natürlich nicht sofort ins Licht.“

Die Vereinsverantwortlichen haben die Nachricht derweil mit Bedauern aufgenommen. „In meinen Augen hat Thomas wirklich gute Arbeit geleistet. Daher finde ich es auch sehr schade. Ich hoffe aber, dass er uns im Verein erhalten bleibt“, sagt Vorsitzender Friedrich Behrens. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen muss er nun schnellstmöglich eine geeignete Alternative finden, da bereits am 5. Januar (15.30 Uhr) das Viertelfinale des BHV-Pokals gegen Oberligist VfL Fredenbeck II auf dem Programm steht. „Wir werden aber keinen Schnellschuss machen. Wir gucken ganz in Ruhe, wie es weitergeht“, versichert Behrens, der sich am 3. Januar mit der Mannschaft zusammensetzen will.

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