Bellener Duo erreicht beim Nürnberger Burgpokal nur Platz 13 / „Viel Potenzial“

Wilson findet’s zu aufregend

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Die Kulisse war für Wilson Pickett zu ungewohnt: Dressurreiterin Esther Maruhn erreichte beim Finale des Nürnberger Burgpokals auf ihrem Wallach nur Rang 13.

Frankfurt - Es hat nicht sollen sein: Das große Erlebnis Frankfurt endete für Dressurreiterin Esther Maruhn mit einer herben Enttäuschung. Im Finale um den Nürnberger Burgpokal war ihr brauner hannoverscher Wallach Wilson Pickett offenkundig nicht in der Lage, die psychische Balance zu finden, um sich in der glitzernden Atmosphäre und dieser lautstarken Kulisse zurecht zu finden. Das Nervenkostüm des Neunjährigen aus Bellen hielt den für ihn neuen Belastungen nicht stand. Am Ende erreichte das Duo 65,366 Prozent und landete auf dem 13. Platz.

„Ich habe schon nach dem Einreiten gemerkt, dass er quirlig war. Mit dem Surren der Kameras fing seine innere Spannung an“, erklärte Maruhn die ersten Momente ihrer Finalrunde. Probleme, wie Wilsons Aufmerksamkeit für die kleinen, bunten Weihnachtsmänner am Dressur-Viereck, kamen hinzu: Der Wallach reagierte unangemessen, blieb einmal kurz stehen und schon schwanden für seine Reiterin die kühnsten Träume, beim Gipfeltreffen der besten deutschen Nachwuchs-Dressurpferde gegenüber dem Vortag noch einmal einen Zahn zulegen zu können.

Weit gefehlt: Wilson Pickett sah alles, was er besser nicht hätte wahrnehmen sollen. „Ich bin natürlich enttäuscht über die Misslichkeiten von Wilson, aber er hat es nicht mit Absicht gemacht. Inmitten eines solchen kunterbunten Ambientes ist er bisher noch nie gelaufen.“ Die Ablenkung der schillernd bunten Umwelt hielt den Hannoveraner in der Frankfurter Festhalle allerdings nicht davon ab, sein grenzenloses Bewegungspotential in die Waagschale zu legen. Von diesen Momenten zeigte sich auch Chefrichter Dietrich Plewa aus Germersheim sichtlich beeindruckt. „In den Trab- und Galoppverstärkungen ist das Pferd eine Augenweide. Außerdem hat es eine hohe, wirksame Elastizität sowie Schwungentfaltung.“ Und Moderator Christoph Hess aus Warendorf, der sämtliche Finalritte einer Einzelkritik unterzog, resümierte über Wilson Pickett: „Ein Pferd mit sehr viel Potenzial für die Zukunft.“

Esther Maruhn freute sich über so viel fachkundige Wertschätzung ihres Pferdes zwar ungemein, konnte ihre Enttäuschung allerdings nicht verbergen. „Ich hatte mir viel vorgenommen. Und da ich weiß, dass Wilson schon viele sichere Runden mit mir absolviert hat, ist es besonders schade, dass er ausgerechnet im Finale in Frankfurt das Flattern bekam.“

Mit 65,366 Prozent und dem 13. Platz blieb das Duo letztendlich zwar weit hinter den Erwartungen zurück, allerdings bedeutet dieses Resultat für Esther Maruhn beileibe nicht, den Glauben an ihren Braunen zu verlieren. „Er hat schon so viele Prüfungen gewonnen, da darf ihm dieses Missgeschick auch einmal passieren. Mit Wilson Pickett habe ich jedenfalls noch große Dinge vor“, erzählte Bellenerin.

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