Bellener Dressurreiterin strebt gleich mit zwei Nachwuchspferden nach Höherem

Maruhn bucht Warendorf

Sie haben Großes vor: Die Bellenerin Esther Maruhn will mit „Der Wedemärker“ (l.) und Bellena nicht nur beim Bundeschampionat starten, sondern strebt auch die WM der Jungen Pferde an. - Foto: Woelki

Bellen - Wenn nicht alle Stricke reißen, dann könnte es für Dressurreiterin Esther Maruhn (RV Kirchwalsede) am Ende dieses sportlichen Jahres abermals heißen: Es hat wieder gepasst! Das Turnierjahr währt noch nicht allzu lange, doch hat die Bellenerin schon ein erstes Zwischenziel hinter sich gebracht: Mit ihren beiden fünf- und sechsjährigen Nachwuchspferden, hat sie das Reiseziel Warendorf zu diesem frühen Zeitpunkt fest im Visier – die Qualifikation für das Bundeschampionat, den inoffiziellen nationalen Meisterschaften der Jungen Dressurpferde, ist geschafft.

Erledigt wurde sie mit einer Notenvergabe, die für die Finalrunden im westfälischen Pferdemekka Anfang September einiges erwarten lassen. „Ja, ich bin selber überrascht, wie gut die Beiden angefangen haben. Eine solche Serie mit den Jungen hatte ich bislang noch nicht!“

Da ist Bellena, die sechsjährige hannoversche Fuchsstute, die mit Esther Maruhn bereits im Vorjahr in Warendorf sozusagen den Vogel abschoss, die Finalqualifikation als Erste von 69 Startern beendete und im Finale Platz vier behauptete. Aktuell lief es in den Dressurpferdeprüfungen der Klasse M in Hildesheim und Sittensen für die Reiterin mit ihrer grazilen Stute wie geschmiert: vier Starts, zwei Siege, zwei Mal Zweite.

Bei den Noten ging es von 8,3 hoch hinaus bis 8,7. Bei bei der Auslese für Warendorf stand eine 8,5 in Hildesheim im Protokoll. Die Richter notierten: „Ein ausdrucksvolles Dressurpferd mit ausgesprochener Perspektive!“ Das weiß auch ihre Reiterin: „Mit der Stute zu arbeiten ist wie ein Geschenk vom Himmel: sie ist hochgradig sensibel und kolossal lernwillig. In dieser Intensität habe ich ein Pferd noch nicht erlebt!“, schildert Esther Maruhn ihre Einschätzungen von der Trainingsarbeit mit ihrer Belissimo-Tochter.

Kaum minder euphorisch beäugt Maruhn ihren Youngster aus der Wedemark, der mit dem signifikanten Namen „Der Wedemärker“ gleichsam die Turnierszene in Niedersachsen sensibilisiert. Sechs Mal hat Maruhn den bunten Fuchswallach seit Anfang April auf den Plätzen in Brockhöfe, Hildesheim, Scharnebeck, Essel, Pinneberg und Wedel gesattelt – vier Mal gab‘s die Goldene Schleife mit Noten von 8,7 und drei Mal 8,8. Zwei Mal wurde es Platz zwei. Der Wallach trabt und galoppiert mit diesen Maßstäben weit über dem Durchschnitt seiner bisherigen Kontrahenten. Das bewegliche Potenzial dieses Hannoveraners, also seine drei Gangformationen, beeindrucken, der Wallach dreht mit unverkennbarem Esprit und famoser Beweglichkeit auf dem Viereck auf. „Dieses Pferd imponiert“, stand da nach der Qualifikation auf dem Anakenenhof in Pinneberg im Turnier-Zeugnis zu lesen.

Was Wunder also, wenn Esther Maruhn damit spekuliert, mit ihren beiden Pferden Anfang Juni ein noch größeres Rennen anzustreben: die Sichtung für die Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde, die Anfang August im niederländischen Ermelo vonstatten gehen.

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