Dimitri Peters über den verpassten DM-Titel, sein Knie und den Fahrplan nach London

„Bekomme mehr Druck“

Dimitri Peters in Angriffshaltung, doch Dino Pfeiffer konterte im DM-Finale clever und entthronte den Rotenburger.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · „Nur“ Platz zwei bei den Deutschen Judo-Meisterschaften in Ettlingen – für Titelverteidiger Dimitri Peters (26/TuS Rotenburg) war die Finalniederlage gegen Dino Pfeiffer (BC Karlsruhe) in der Klasse bis 100 Kilogramm jedoch kein Beinruch, wie er am Tag danach verriet.

?Herr Peters, die Titelverteidgung misslang. Was ist schiefgelaufen?

!Es wäre zwar schön gewesen, wieder Deutscher Meister zu werden, doch wichtig war für mich, dass mein Knie gehalten hat. Schließlich war es mein erster Wettkampf seit einem halben Jahr. Ich habe zwei Operationen gehabt, da war es quasi die Generalprobe, ob das Knie hält.

?Aber etwas überraschend kommt die Niederlage gegen einen „Nobody“ schon, oder?

!Normalerweise muss ich den Kampf gewinnen. Ich habe auch viel attackiert und gemacht, und er hat nur auf Konter gewartet. Aber wie gesagt: Der Titel war sowieso eher zweitrangig.

?Also ist die Niederlage für Sie kein Rückschlag gewesen?

!Im Gegenteil. Das Knie ist in Ordnung, ich kann jetzt wieder zu internationalen Wetkämpfen fahren – es ist alles wunderbar. Klar, dass ich noch nicht meine Top-Leistung gebracht habe, aber national ist es sowieso immer etwas anderes. Da kennt man sich. Im Endeffekt kommt es auf die internationalen Kämpfe an. Und da weiß ich, dass ich mit der Weltelite mithalten kann, wenn ich wieder fit bin.

?Aber ist in Dino Pfeiffer jetzt nicht auch ein neuer Konkurrent im Ringen um das Olympiaticket erwachsen?

!Er ist schon ein Mitkonkurrent, aber ihm fehlt noch die Erfahrung. Ich finde es aber gut, dass jetzt Konkurrenten von unten kommen. Dadurch bekomme ich mehr Druck, wenn diese Leute nachschieben – und ich weiß, dass ich mehr trainieren muss. Wennn man konkurrenzlos ist, wird man auch schlechter.

?Wie sieht Ihr weiterer Fahrplan aus?

!In zwei Wochen ist der Grand Slam in Paris, da geht’s schon ums Punktesammeln für die Olympischen Spiele in London und darum, sich gegen die anderen Konkurrenten durchzusetzen und meine alte Form wiederzuerlangen.

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