Bekim Murati verleiht der RSV-Offensive wieder ein neues Selbstbewusstsein

Prädikat: Stürmer

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Hattrick in elf Minuten: Bekim Murati.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Einen wie ihn haben sie lange gesucht. „Der Junge hat wirklich Klasse“, urteilt Jan Fitschen, Coach des Rotenburger SV, über seinen Stürmer Bekim Murati. Der hatte zwar die 3:5 (0:5)-Niederlage beim VfL Osnabrück II nicht verhindern können, der Offensive des abstiegsbedrohten Fußball-Oberligisten aber mit einem Hattrick in nur elf Minuten neuen Schwung und ein neues Selbstwertgefühl verliehen.

„Das ist einer, der das Prädikat Stürmer verdient“, betont Fitschen. Und der so Hochgelobte ist nach diesem Kunststück noch nicht satt: „Mein Ziel ist es, in jedem Spiel mindestens ein Tor zu machen“, sagt der bullige Mittelstürmer, der gerade sein Fachabitur in Bremen baut.

Obwohl der Abstand zum rettenden Ufer für den RSV bereits elf Punkte beträgt, sieht er durchaus noch Chancen auf den Klassenerhalt. „Ich bin ein Kämpfer – und ich gehe immer positiv an die Sache ’ran“, sagt der 24-jährige Kosovo-Albaner und erinnert sich an einen ähnlichen Fall: „Ich hatte mit 21 Jahren beim FC Burg wieder angefangen, Fußball zu spielen – wir hatten damals sechs Punkte Rückstand, haben auch noch den Klassenerhalt in der Bremenliga geschafft und sind Zwölfter geworden.“

Nun sieht die Aufgabe beim RSV ungleich schwerer aus, doch Murati will alles tun, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Ob dabei das 4-1-4-1-System mit ihm als einziger Spitze oder aber die 4-4-2-Variante, ist ihm relativ egal. „Das kommt auch immer auf den Gegner an.“

Eigentlich steht bei ihm auch seine Torausbeute nicht im Vordergrund, sondern der Mannschaftserfolg. Blöd nur, dass Stürmer an Toren gemessen werden. „Spielst du 80 Minuten schlecht, schießt aber das Siegtor, dann bist du der Held – ansonsten bist du der Buhmann“, weiß Murati, der seit Ende November für den RSV spielberechtigt ist und bis zum letzten Sommer beim TSV Ottersberg unter Vertrag stand. Auch in der Regionalliga hat er für den FC Oberneuland bereits vier Einsätze absolviert, ehe die Bremer in die Insolvenz gingen. Trotzdem ist die Regionalliga mittelfristig wieder sein Ziel. Ob er notfalls auch mit dem RSV den Abstieg mitmachen würde? „Nee, nee, Landesliga auf keinen Fall“, verrät er ehrlich.

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