KREISLIGA-INTERVIEW Westerholzer über Corona, Verletzungen und Theorien

Behrens und das „komische Gefühl“

Als Außenverteidiger ist Christopher Behrens (am Ball) bei der SG Westerholz/Hetzwege gesetzt – nun wird er aber von der Corona-Pause gestoppt.
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Als Außenverteidiger ist Christopher Behrens (am Ball) bei der SG Westerholz/Hetzwege gesetzt – nun wird er aber von der Corona-Pause gestoppt.

Westerholz – Zwei Spiele, zwei Verletzungen, zweimal muss der Krankenwagen kommen, zweimal trifft es einen Behrens. In der Theorie könnte sich Christopher Behrens von der SG Westerholz/Hetzwege also freuen, dass der NFV die Fußball-Kreisliga-Saison unterbrochen hat. So sind die Chancen, dass er die Verletzten-Reihe fortsetzt, zumindest gering. So richtig Freude über die Entscheidung will aber auch nicht aufkommen. Warum? Wir haben mit dem 21-Jährigen über die Corona-Krise sowie Westerholz’ Saisonstart gesprochen und ein bisschen über die Kreisliga-Zukunft spekuliert.

Herr Behrens, erst hat‘s Jan-Lüder getroffen, dann Torben. Hatten Sie schon Sorge, dass beim nächsten Spiel Sie mit dem Krankenwagen abgeholt werden? Sie sind ja der letzte noch übriggebliebene Behrens in der Mannschaft …

Ich hoffe natürlich, dass es mich nicht als nächstes getroffen hätte (lacht). Für die Jungs ist das aber bitter, keine Frage. Aber ich hoffe echt, dass ich verschont geblieben wäre. Aber das ist ja ohnehin jetzt hinfällig.

Sie sagen es. Seit Mittwoch ist klar, dass im Kreis Rotenburg bis auf Weiteres kein Fußball mehr gespielt wird. Haben Sie damit gerechnet?

Ja, ehrlich gesagt schon. Eigentlich hatten wir in der Mannschaft schon vor zwei, drei Wochen eine solche Entscheidung von der Politik erwartet.

Warum?

Es ist einfach ein komisches Gefühl. Man fühlt sich auf dem Platz zwar nicht unsicher, aber richtig fühlt es sich auch nicht an.

Also finden Sie die Entscheidung vom NFV, die Saison erst einmal auszusetzen, richtig?

Ja, auf jeden Fall. Der Trainingsbetrieb ist die eine Sache, da hat man immer nur Kontakt zu denselben Menschen. Aber dann jedes Wochenende aufs Neue gegen andere Leute auf dem Platz zu stehen und Kontakt zu haben, ist in der aktuellen Zeit einfach komisch.

Rechnen Sie damit, dass die Spielzeit fortgesetzt wird?

Dieses Jahr definitiv nicht, glaube ich. Ich hoffe, dass wir Ende Februar nächsten Jahres immerhin wieder trainieren können, um weiter fit zu sein. Alles Weitere ist spekulativ, da will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, also sage ich da lieber nichts zu.

In Ordnung. Die bisherigen sechs Partien verliefen für die SG Westerholz/Hetzwege eher durchschnittlich. Oder wie sehen Sie das?

Ich denke nicht, dass wir damit zufrieden sein können. Wir könnten definitiv noch besser abliefern, da bin ich mir sicher.

Wenn die Saison fortgesetzt wird: Was wäre drin für Ihre Mannschaft? Die Aufstiegs- oder doch vielleicht eher die Abstiegsrunde?

Schwere Frage ... Ich vermute, dass beides denkbar wäre. Wenn wir unsere Qualität abrufen würden, wäre sicherlich auch die Aufstiegsrunde drin, das wäre auch netter fürs Team.

Glauben Sie, dass es nach der Pause bei dieser „Aufteilung“ der Kreisliga bleibt?

Darüber habe ich mir noch überhaupt keine Gedanken gemacht, die Mannschaft auch nicht, denke ich. Wir müssen abwarten und bis es eine Entscheidung gibt, ist erst mal alles offen.

Von Lea Oetjen

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