Westerholz im Pokal der Derbysieger

Behrens hat das letzte Wort – 3:2

Der Rotenburger Jannik Niepel (l.) muss die Außenbahn nehmen, Alexander Klaue kürzt ab, um ihm den Weg zu versperren. Der Westerholzer Neuzugang erhielt hinterher ein Sonderlob seines Trainers. Foto: Freese
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Der Rotenburger Jannik Niepel (l.) muss die Außenbahn nehmen, Alexander Klaue kürzt ab, um ihm den Weg zu versperren. Der Westerholzer Neuzugang erhielt hinterher ein Sonderlob seines Trainers.

Westerholz - Die Erleichterung war Edis Din deutlich anzumerken. „Ich habe ganz schön gezittert“, gestand der Flügelspieler des Kreisliga-Aufsteigers TuS Westerholz nach dem Abpfiff.

Nachdem der Neuzugang bei einer 2:0-Führung in der 58. Minute die Gelb-Rote Karte von Referee Mario Ernst (SV Horstedt) gesehen hatte, geriet sein Gastgeber ins Schwimmen und kassierte im Derby und Erstrundenspiel des Fußball-Kreispokals prompt den Ausgleich gegen den Klassenrivalen Rotenburger SV II. Doch im Duell mit Dins Ex-Club hatte Jan-Lüder Behrens in der 90. Minute mit dem 3:2 (1:0)-Siegtor das letzte Wort.

Patrick Werna hatte allen Grund, sich zu ärgern. „Wenn du so ein Spiel drehst, musst du es gewinnen“, haderte der RSV-Coach. „Ich hatte auch das Gefühl, dass wir es in der normalen Spielzeit für uns entscheiden.“ Doch dagegen hatte Jan-Lüder Behrens etwas, indem er nach einem von Marten Berndt getretenen Freistoß aus dem Mittelkreis zweimal fast ungehindert zum Kopfball hochsteigen durfte. „Dumme Gegentore“, fand Werna. 

Seine Mannen waren lange Zeit auch nicht zwingend genug gewesen. Anders die Westerholzer, die nach einer Ecke von Hans Wahlers per Kopfball ihres Kapitäns Lars Menzel früh in Führung gingen (9.). „Wir haben schon viele Spielanteile gehabt“, bemerkte Matthias Klindworth, der neue Coach des Kreisliga-Rückkehrers. Die Gäste reagierten früh und erhielten offensiven Rückenwind durch die Einwechslung von Mark-Michael Völker für Außenverteidiger Timm Greve (41.).

Doch auch in der zweiten Hälfte schlug Westerholz frühzeitig zu. Björn Banehr entwischte im Laufduell Janno Hornig, Jan Ostenfeld drückte den Ball über die Linie (51.). In Unterzahl wackelte Westerholz jedoch. „Das haben wir nicht geübt in der Vorbereitung“, meinte Klindworth. Zudem stellte Werna auf eine Dreierkette um und erhöhte den Druck. Ein feines Solo im Strafraum von Noah Jagusch sowie ein Kopfball von Güven Ayik nach Völker-Ecke brachten das 2:2 (79./85.). Doch dann musste sich Lars Neugebauer – der Torwart-Trainer der Landesliga-Elf hütete den Kasten – ein drittes Mal geschlagen geben.

„Am Ende hat der Tüchtigere das Glück gehabt“, urteilte Klindworth und verteilte ein Sonderlob an seinen ebenfalls vom RSV gekommenen Linksverteidiger Alexander Klaue: „Das hat er sehr gut gemacht. Er ist jemand mit ganz viel Potenzial.“

Keine 48 Stunden nach dem Anpfiff müssen die Westerholzer übrigens erneut ran. Freitagabend (19.30 Uhr) ist für sie Punktspielauftakt gegen den SV Anderlingen. Wegen des fehlenden Flutlichts steigt das Heimspiel allerdings in Hetzwege.

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