Westerholzer bricht sich Schien- und Wadenbein

Torben Behrens erwischt es richtig schwer

Bis Torben Behrens so wie hier wieder für die SG Westerholz/Hetzwege am Ball agieren kann, wird es noch sehr lange dauern.
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Bis Torben Behrens so wie hier wieder für die SG Westerholz/Hetzwege am Ball agieren kann, wird es noch sehr lange dauern.

Westerholz – An die 30. Minute des Kreispokalspiels beim klassentieferen Bartelsdorfer SV kann sich Torben Behrens von der SG Westerholz/Hetzwege noch ganz genau erinnern. Die entscheidende Szene läuft auch mit fast zwei Wochen Abstand immer noch vor dem geistigen Auge des defensiven Mittelfeldmannes ab. In jener Situation kam es zum folgenschweren Zusammenprall mit Bartelsdorfs Keeper Philip Indorf. Die niederschmetternde Diagnose: Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins, Riss des Syndesmosebandes sowie Verletzung des Sprunggelenks.

„Im ersten Moment habe ich nicht gedacht, dass es so schlimm ist. Ich hatte zwar gemerkt, dass ich getroffen wurde und auch gefühlt, dass wohl etwas kaputt ist. Aber ich dachte eher an einen Bänderriss oder Ähnliches im Sprunggelenk“, erinnert sich der 30-Jährige. Beim Anblick seines Beins war ihm dann aber schnell klar, dass mehr passiert sein musste.

Mit dem Krankenwagen ging es vom Spielfeld quasi direkt in den OP-Saal. Noch am Abend erfolgte der Eingriff. Das Wadenbein wird nun für die nächsten zwölf Monate mit einer Platte zusammengehalten. Schrauben und Drähte sitzen im Sprunggelenk beziehungsweise im Schienbein. Mittlerweile ist der gelernte Bankkaufmann wieder aus dem Krankenhaus entlassen und darf nun sechs Wochen lang sein Bein nur hochlegen und gar nicht belasten. „Dann werden die Stellschrauben wieder entfernt. Danach soll es langsam mit der Teilbelastung weitergehen. Bis zur Vollbelastung wird es aber sicherlich noch ein paar Wochen länger dauern. Für mich steht jetzt erst mal die Genesung hin zum normalen und schmerzfreien Gehen im Vordergrund. Das wird lange genug dauern“, beschreibt Behrens den bevorstehenden Heilungsprozess.

An Fußball mag der Scheeßeler daher noch gar nicht wieder denken. Dafür seien die Schmerzen auch noch zu präsent. „Die Lust ist grundsätzlich natürlich noch vorhanden, aber der Weg zurück ist jetzt lang. Ob ich das noch mal möchte, werde ich beizeiten ganz in Ruhe entscheiden“, sagt Behrens offen und erinnert sich an seine letzte, schwerwiegende Verletzung. Vor zehn Jahren hatte sich der Mittelfeldspieler das Kreuzband gerissen. „Ansonsten bin ich bisher verschont geblieben. Öfter mal muskuläre Probleme oder den einen oder anderen Bänderriss im Sprunggelenk, aber das ist im Vergleich ja nichts Schlimmes“, findet Behrens.

Dabei war der Routinier gerade erst nach seinen langwierigen Achillessehnenbeschwerden wieder richtig fit gewesen und im Pokal zu seinem ersten Startelfeinsatz in der aktuellen Saison gekommen. „Ich wollte mich gerade in die Mannschaft zurückkämpfen. Unser Trainer wollte mir die Chance auf Spielzeit geben. Dann ist es leider nach einer halben Stunde schon passiert und für zumindest eine lange Zeit wieder direkt vorbei gewesen“, ärgert sich der Pechvogel.

Bartelsdorfs Schlussmann Philip Indorf muss laut Behrens kein schlechtes Gewissen haben, da beide im Strafraum nur an den Ball kommen wollten. Dabei sei der Keeper auf sein Bein gefallen. „Das war ein richtig unglücklicher Unfall, bei dem niemanden eine Schuld trifft“, betont er fair.

Trotz seiner schweren Verletzung hat der Scheeßeler seinen Humor nicht verloren. „Für mich ist es natürlich etwas ärgerlich, dass es in dem einen Spiel zwischen wieder fit sein und Corona-Abbruch passiert ist. Eine Saisonunterbrechung eine Woche früher wäre mir im Nachhinein ganz gelegen gekommen“, erzählt Torben Behrens mit einem Augenzwinkern.

Von Mareike Ludwig

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