Hurricanes scheitern aber an Braunschweigs Zone und den Referees – 69:74

Beckmanns brillante Block-Bilanz

Auch die Braunschweigerinnen packten zu – wie hier Toshua Leavitt (r.) gegen Andrea Baden. Die eindeutig meisten Fouls – 21 gegenüber zehn – wurden allerdings den Hurricanes angehängt. Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eines ist schon mal klar: Die ersten beiden Plätze in der 2. Bundesliga Nord sind für die Basketballerinnen der Avides Hurricanes – realistisch betrachtet – in unerreichbare Ferne gerückt. Spätestens durch die knappe 69:74 (33:31)-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig, „müssen wir da nicht drauf gucken“, sagte auch Coach Christian Greve, der zu diesem Zeitpunkt der Saison eigentlich noch gar nicht auf die Tabelle zu schauen pflegt. Im elften Saisonspiel verließen seine Damen bereits zum sechsten Mal das Feld als Verlierer. Die Hurricanes bewegen sich damit weiter wellenartig durch die Saison und ihre Spiele.

Kapitänin Pia Mankertz hatte schon mal einen Tipp für die künftigen Gegner parat – wenn die es nicht schon selbst wissen: „Ich würde gegen uns auch mit der Zone spielen“, verwies sie auf die Verteidigungsform, mit der Braunschweig im letzten Viertel die Hurricanes knackte. „Damit tun wir uns einfach schwer“, ergänzte Mankertz. Mehrere individuelle Fehler unterliefen ihrem Team dadurch in der Crunchtime. Und da zudem die US-Amerikanerin Toshua Leavitt zu viel Platz für ihre Dreierversuche erhielt, zog der Tabellenführer vorentscheidend auf 70:61 weg (38.).

Es spricht für die Moral der Hurricanes, dass sie noch einmal zurückkamen und durch zwei der insgesamt sechs Dreier von Kama Griffitts bei noch 14 Sekunden auf der Uhr auf 69:70 verkürzten. Doch auch von der Freiwurflinie behielt Leavitt die Nerven, Mankertz‘ letzter Versuch aus der Distanz fiel nicht durchs Netz. „Als sie auf Zone umgestellt haben, haben wir völlig den Faden verloren. Das können wir besser“, ärgerte sich Greve.

Schon in der Anfangsphase hatte sich sein Team aufgrund einer miserablen Wurfquote mit 0:15 in eine schwierige Lage gebracht. Die Trefferquote bei den Feldwürfen lag im ersten Viertel bei gerade einmal neun Prozent! „Wir haben nicht das umgesetzt, was vorgegeben war, auch von den taktischen Dingen her. Und wir haben einfach schlecht verteidigt“, kritisierte Greve. „Das zieht dich runter, wenn du die einfachen Dinge nicht machst“, bemerkte auch Mankertz.

Dennoch kamen die Hurricanes über ein physischeres Auftreten beeindruckend zurück und zogen bis auf 33:28 durch Andrea Baden vorbei (19.). Vor allem die beiden Talente Tuba Poyraz und Michelle Schischkov überraschten in dieser Phase mit je einem Dreier. Mirja Beckmann glänzte hingegen in der Defense und blockte insgesamt sechs Bälle. „Wenn die Schiedsrichter nicht der Meinung gewesen wären, dass der eine oder andere Block ein Foul war, hätte sie noch mehr gehabt“, urteilte Greve.

Die Unparteiischen Ramesh Gunaratsam und Manuel-Mark Lücke waren ohnehin nicht ganz unbeteiligt an der Niederlage und ernteten so manche Pfui-Rufe von der Tribüne. Ihr dickster Lapsus: Einen erfolgreichen Korb von Becky Nash beim Stand von 47:49 erkannten sie nicht an, obwohl der Ball eindeutig die Hände verlassen hatte, bevor die 24-Sekunden-Sirene ertönte (28.). Auch Kama Griffitts wurden bis Ende des Viertels noch zwei höchst umstrittene Fouls angehängt, was die US-Amerikanerin erkennbar wütend kommentierte. Ohnehin waren die Gastgeberinnen frühzeitig in Foultrouble geraten – am Ende lautete die bemerkenswerte Bilanz 21:10. „Es war ein körperliches, aber faires Spiel. 21:10 Fouls – da kann man mal überlegen, ob das so passt“, meinte auch Mankertz vielsagend.

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