Bothel ohne Meinke ins Pokal-Derby gegen den RSV / Maier zurück nach Jeddingen

Bastian Hollmann soll´s richten

So jubelten am Mittwoch beim 4:1 in Karlshöfen die Botheler (von links: Cedric Ahrens, Patrick Hollmann, Ulrich Keller und Bastian Hollmann). Gegen den RSV wird es ungleich schwerer. - Foto: Specht

Bothel - Irgendwie soll es einfach nicht klappen: Immer dann, wenn der TuS Bothel auf den Rotenburger SV trifft, ist Christoph Meinke im Urlaub. Das war schon im vergangenen Sommer so – das ist auch am Sonntag (15 Uhr) so, wenn sein Fußball-Bezirksligist in der ersten Hauptrunde des Bezirkspokals den Nachbarn aus der Landesliga empfängt. Dem neuen Spielertrainer bleibt gegen seinen früheren Club also nur der interne Liveticker, um der Partie am Strand oder Pool beizuwohnen.

Meinke ist zusammen mit Jonas Heinecke der einzige Ausfall – „und mit einem so starken Bastian Hollmann wie am Mittwoch in Karlshöfen haben wir auch einen guten Ersatz“, meint der 28-Jährige Spielertrainer. Zum Kader stoßen Julian Prinz und Christian Riesebeck, der ins Tor rücken wird. Meinke weiß, dass die Siegchancen gleichwohl minimal sind: „Ich denke, die Rotenburger sind schon gut in Tritt. Aber vergangenes Jahr haben wir auch nur 0:1 verloren.“

Allmählich wird auch der Kader des RSV wieder etwas voller, denn die Leistungsträger Tim Ebersbach und Andreas Kiel sind aus dem Urlaub zurück. Kiel wurde im Pokalspiel beim Bremervörder SC (4:0) von Tim Potratz vertreten. „Das hat er auch sehr gut gemacht, ich würde Tim aber auch gerne offensiver sehen“, traut RSV-Coach Matthias Rose seinem Zugang aus der eigenen Reserve mehrere Rollen zu.

Eugen Maier wird indes nicht weiter das Trikot des RSV tragen – er schließt sich nach der Vorbereitung wieder dem Kreisliga-Absteiger MTV Jeddingen an. „Es war schon eine Erfahrung wert, aber der Aufwand ist halt riesig, das schaffe ich zeitlich nicht“, hat der flinke Offensivspieler festgestellt. Von vornherein war abgeklärt, dass er nur zur Probe in Rotenburg mittrainiert und jederzeit nach Jeddingen zurückkehren kann. Am Dienstag teilte er Rose seine Entscheidung mit. „Er hat gesehen, dass es noch eine Hausnummer zu groß ist. Aber man kann nicht erwarten, dass gleich alles funktioniert“, meint der Coach, dem ein zweiter personeller Verlust droht: Stürmer Fynn Schnabel hat extra auf einen Pokaleinsatz in Bremervörde verzichtet, um nicht festgespielt zu sein – er trägt sich mit Wechselgedanken.

Für Rose heißt dass, dass dann nur noch 21 Spieler zum Kader gehören würden. Da auch Kevin Klützke und Tobias Kirschke noch länger verletzt ausfallen, „sollen möglichst noch zwei Leute dazukommen. Wir müssen uns in der Breite noch besser aufstellen, suchen aber auch noch einen Kracher“, verrät der Ex-Profi. - maf

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