Westerholz gewinnt den Bezirkspokal

Bassen bleibt im Finale ganz cool

Geschichte geschrieben: Nach 23 Jahren holte der TuS Westerholz wieder den Bezirkspokal – dank Nadine Bassen, Sandra Koschker, Floris Meier, Tabea Albers, Delia Kollakowski und Anna-Lena Könsen (v.l.). 
Fotos: Freese
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Geschichte geschrieben: Nach 23 Jahren holte der TuS Westerholz wieder den Bezirkspokal – dank Nadine Bassen, Sandra Koschker, Floris Meier, Tabea Albers, Delia Kollakowski und Anna-Lena Könsen (v.l.). Fotos: Freese
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    vonMatthias Freese
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Melbeck – Das Angebot, das Patrik Czichos ihnen machte, schlugen die Fußballerinnen des TuS Westerholz aus. „Ich habe auch was für euch, wenn ihr gewinnt“, meinte der Coach der TuS Westerholz noch auf dem Parkplatz der Sportanlage in Melbeck und griff zu einem Päckchen auf der Rückbank seines Autos: „Carpri-Sonne ohne Zucker!“ Der Landesliga-Meister feierte seinen Sieg im wohl ungewöhnlichsten Finale des Bezirkspokals jedoch lieber standesgemäß mit einer Kiste Bier, die in Sandra Koschkers Kofferraum deponiert war. In einem reinen Elfmeterschießen hatten die sechs nominierten Blau-Weißen den Ligarivalen SG Bröckel/Langlingen mit 4:3 bezwungen. Den letzten Elfer hatte Routinier Nadine Bassen verwandelt.

Eigentlich hatte sich die 45-jährige Bassen – Spitzname: „Dino“ – vor der Saison in die Reserve verabschiedet. Zum Finale sprach Czichos noch einmal bei ihr vor. „Aufgrund meiner Routine bin ich da anders rangegangen als die anderen“, spürte sie keine Nervosität. „Ich habe ja in den Spielen sonst auch immer die Elfmeter geschossen.“ Gleichzeitig betonte Bassen, dass ihr Einsatz eine einmalige Sache bleiben würde.

So aber verhalf sie dem TuS Westerholz zum ersten Pokalsieg seit 23 Jahren! Damals war es noch die zweite Mannschaft gewesen, die den Pott geholt hatte. Den bekam das Team am Sonntag übrigens nicht übergeben. „Was? Oh!“, reagierte Anna-Lena Könsen kurz enttäuscht, um zu erfahren, dass er auf dem Staffeltag nachgereicht wird. Ohnehin strahlte das „Corona“-Finale wenig Pokal-Flair aus, auch weil nahezu kein Zuschauer da war. Immerhin erstattet der Bezirk den Teams aber die Fahrtkosten.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der deshalb geltenden Abstandsregeln gab es kein reguläres Spiel, sondern nur das Elfmeterschießen mit reduzierter Besetzung. Der Westerholzer Halbfinalgegner MTV Barum II hatte vorher bereits verzichtet, im zweiten Duell setzte sich Bröckel gegen die SG Anderlingen/Byhusen mit 3:1 durch.

Im Finale verwandelten dann Anna-Lena Könsen, Delia Kollakowski, Floris Meier und eben Bassen ihre Elfmeter für Westerholz, während es Sandra Koschker als dritte Schützin mit ihrem Schuss über das Tor noch einmal spannend machte. Zuvor hatte die Westerholzer Torfrau Tabea Albers klasse gegen Eva von Perponcher-Sedlnitzky pariert, zudem Bröckels Rieke Depenau drübergeschossen.

Coach Czichos hatte bei der Auswahl seiner Spielerinnen also richtig gelegen. „Ich weiß, wer es vom Kopf her kann und wer auch eine gute Schusstechnik hat. Und ich war mir sicher, dass wir gewinnen, wenn Delia trifft, weil sie Freitag im Training noch alle verschossen hatte“, erklärte er schmunzelnd nach seinem letzten Spiel als Coach des Teams. Das servierte ihm nach dem Titel nun zum Abschied auch den Pokalsieg und sang dazu „Doublesieger, Doublesieger“.

Aus Melbeck Berichtet Matthias Freese

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