Basketballer stecken in der Oberliga im Abstiegssumpf / Roy lobt Königs Arbeit

„Riesiger Berg vor der Tür“

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Sebastian Roy ist einer der letzten noch verbliebenen Spieler aus der einst erfolgreichen Regionalliga-Zeit. Der Routinier ist überzeugt davon, dass Coach Thomas König gute Arbeit macht und sieht bei den Nachwuchsakteuren „große Fortschritte“.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die momentane Situation sieht alles andere als rosig aus: Während die Basketballer der BG ’89 Hurricanes noch vor einigen Jahren das sportliche Aushängeschild in der 1. Regionalliga waren und Woche für Woche für eine vollbesetzte Theodor-Heuss-Halle gesorgt hatten, steckt das Team seit Monaten in einer Krise!

Mittlerweile gehen die Hurricanes „nur“ noch in der Oberliga auf Korbjagd und belegen dort zurzeit den letzten Platz – der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt bereits fünf Punkte.

Nur was sind die Gründe, dass die Mannschaft so hinterherhinkt? Liegt es einzig am Weggang von Führungsspieler und Topscorer Hauke Sievers? „Hauke hat uns in der abgelaufenen Rückrunde einige Siege gebracht. Er fehlt uns natürlich sehr“, erklärt Coach Thomas König. Auch Routinier Sebastian Roy, einer der letzten noch verbliebenen Spieler aus den alten, erfolgreichen Regionalliga-Zeiten, misst Sievers’ Ausscheiden eine sehr große Bedeutung bei: „Hauke ist ein Spieler, den man nicht ersetzen kann. Wir haben jetzt einen riesigen Berg vor der Tür, den wir wegschaufeln müssen.“

Sich Unterstützung von externen Akteuren zu holen, ist für Utz Bührmann jedoch utopisch: „Das ist für die Oberliga nicht realistisch“, sagt das für die Finanzen zuständige Vorstandsmitglied. Also heißt es, auf die eigenen Nachwuchsspieler zu setzen. Mit Thomas König hat der Verein vergangenes Jahr einen hauptamtlichen Coach für den männlichen Bereich geholt. Seine Arbeit trägt bereits erste Früchte: Die U18 führt in der Landesliga ungeschlagen die Tabelle an. „Ich sehe große Fortschritte bei den jüngeren Spielern. Es ist phänomenal, was Thomas aus denen gemacht hat“, lobt Sebastian Roy.

Dass die Nachwuchsakteure jedoch noch etwas Zeit brauchen, um auch im Herrenbereich eine Führungsrolle übernehmen zu können, ist für König selbstverständlich: „Technisch und läuferisch sind die Jungs wirklich gut. Es fehlt ihnen aber noch das körperliche Spiel.“

Viel Zeit bleibt den Hurricanes aber nicht mehr, um das Ruder noch herumzureißen. In zehn Spielen müssen schließlich mindestens fünf Punkte aufgeholt werden, damit der Abstieg in die Bezirksoberliga verhindert wird. „Im vergangenen Jahr hatten wir erst im letzten Spiel vor Weihnachten den ersten Sieg geholt und am Ende trotzdem die Liga gehalten. Es gibt zwar nicht den Retter, der kommen kann. Wir haben aber auch genug Leute und können es selbst schaffen“, ist Roy überzeugt.

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