Nach 73:81 in Chemnitz 

Hurricanes sind abgestiegen: Auf Wiedersehen!

Janae Young war mit 25 Punkten die gefährlichste Offensivspielerin der Hurricanes, erhielt aber früh ihr viertes Foul und war damit im Schicksalsspiel gehandicapt. - Foto: Freese

Rotenburg - Es ist vorbei! Die Avides Hurricanes sind endgültig aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen. Nach der 73:81 (33:35)-Niederlage beim Mitkonkurrenten ChemCats Chemnitz ist das Schlusslicht auch rechnerisch nicht mehr zu retten. „Es ist schwer, die Worte zu finden“, war Coach Mahir Solo, der erst Mitte Januar übernommen hatte, spürbar enttäuscht. „Es ist eine Mischung aus Wut und Traurigkeit. Ein schwerer Tag, eine schwere Saison“, gewährte er Einblicke in seinen Gemütszustand.

Ohne die kurzfristig beruflich verhinderte Laura Rahn und ohne die privat verhinderte Birte Riebesell fehlten den Hurricanes unterm Korb zwei Alternativen, sodass Ashley Southern dort allein auf weiter Flur stand und gegen Merritt Hempe körperlich spürbar im Nachteil war. Allein bis zur Halbzeit erzielte Chemnitz’ Amerikanerin 22 Punkte und sammelte acht Rebounds.

Hinzu kam eine im ersten Viertel zu langsame und offene Mann-Mann-Verteidigung, während das Offensivspiel zu statisch und fehlerhaft wirkte. Bis auf 13 Punkte zog Chemnitz davon (14.) – alles schien seinen Gang zu gehen. Dann aber starteten die Hurricanes eine Aufholjagd. Und es blieb nicht die einzige. Nach einem 16:2-Run – gekrönt durch einen Dreier von Janae Young – lagen die Hurricanes plötzlich mit 33:32 in Führung (19.), verpassten aber einmal mehr, diesen Vorsprung in die Pause zu retten – 33:35.

Von Nachteil war vor allem, dass Young bereits in der 25. Minute ein umstrittenes Offensivfoul gegen Maegan Conwright von der Unparteiischen Sven Rosenbaum und Steve Bittner angehängt bekam – es war ihr viertes und gleichbedeutend mit einer längeren Bankzeit. „Janae war unsere beste Offensespielerin, da waren die Foulprobleme schon hart für uns“, meinte Solo. Zwar egalisierte Petra Zaplatova noch in derselben Minute zum 40:40, dann aber zog Chemnitz mit einem 15:2-Lauf bis auf 58:44 weg (49.), vor allem, weil die Irin Kaitlin Kuklok in dieser Phase drei Dreier versenkte.

Die gelangen auch den Hurricanes im letzten Viertel durch Pia Mankertz und Young – und als die Kapitänin in der 36. Minute einen 16:4-Run zum 64:66 abschloss, war alles wieder offen. Es hätte sogar die Wende sein können, wenn die Unparteiischen ein Offensivfoul von Conwright an Mankertz geahndet hätten. Stattdessen erhöhten erst Kuklok und gleich danach Valerie McQuade per Dreier – 72:64 (37.). Youngs Freiwürfe zum 70:74 (39.) konterte Conwright per Dreier, der die Hurricanes endgültig killte. „Chemnitz lässt sich mental nicht leicht brechen, das Team ist stark vom Kopf her. Und bei all den Sachen, die bei uns bisher passiert sind, haben wir einfach Probleme mit dem Selbstbewusstsein. Da fehlte uns einfach der finale Widerstand“, bemerkte Mahir Solo. So endet das dritte Bundesliga-Jahr in Folge für die Hurricanes mit dem vorzeitigen Abstieg. - maf

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