Rotenburger SV II siegt 1:0 in Westerholz

Baselt macht es besser als Wahlers

Cem Din (l.) läuft neben Lars Rathje.
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Cem Din (links gegen den Westerholzer Lars Rathje) besaß gleich mehrere gute Möglichkeiten, um seine Rotenburger in Führung zu bringen.

Die Elfmeter entscheiden das Derby. Während Westerholz` Hans Wahlers an Rotenburgs Keeper Alexander Stripling scheitert, macht es Linus Baselt besser.

Westerholz – Alexander Stripling hatte als Mister Pokerface maßgeblichen Anteil daran, dass die Kreisliga-Fußballer des Rotenburger SV II das Derby bei der SG Westerholz/Hetzwege mit 1:0 (0:0) gewonnen haben und weiter fett im Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde sind. „Der Schütze schaute ganz bewusst in meine rechte Ecke, ein Zeichen für mich, dass er die andere wählen würde“, erzählte der junge Keeper der Wümmestädter.

Er hatte den richtigen Riecher und parierte den schwach geschossenen Strafstoß von Hans Wahlers (28.). Weil es Linus Baselt in der zweiten Halbzeit besser machte und vom Punkt für die Gäste traf (67.), nahmen diese die drei Zähler in einem Spiel auf schwachem Niveau am Ende verdient mit, weil sie spielerisch mehr zu bieten hatten.

Der Strafstoß für die Westerholzer hatte am Rande des Spielfeldes schon für Diskussionen gesorgt. Nach einer Flanke von Nils Rathje beförderte der RSV-Torhüter beim Klärungsversuch Stürmer Jan Ostenfeld zu Boden. Schiedsrichter Danny Lem (TSV Groß Meckelsen) zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. „Hans ist unser sicherster Elfmeterschütze“, meinte der Westerholzer Auswechselspieler Lars Menzel auf dem Weg in die Kabine und gestand: „Das Spiel ist schon sehr zerfahren.“

Für seine Mannschft ging aus dem Spiel heraus in Hälfte eins kaum etwas. Das Aufbauspiel ohne Struktur – und immer wieder waren es unnötige Ballverluste, die das Angriffsdrittel zur Tabu-Zone werden ließen. In der 22. Minute verzog Nils Rathje nach einem Pass von Tom Ludwig nur knapp.

Verfolgungsjagd in Westerholz: Vier Rotenburger laufen Jan Ostenfeld hinterher, Max Friesen bekommt den Stürmer halbwegs zu packen.

Die Elf von Rotenburgs Spielertrainer Michel Müller war auf einem besseren Weg und ließ die Kugel in Ansätzen geschickt durch die Linien laufen. „Wir waren die bessere Mannschaf und hatten die bessere Spielanlage“, fand Müller. Das mögliche 1:0 vergab zunächst Cem Din, der am stark reagierenden Keeper Torben Dittmer scheiterte (20.). Dann stand der Außenbahnspieler gleich drei Mal im Fokus und vergab eine komfortable Pausenführung (32./39./44.). Das hätte sich fast gerächt, denn auf der Gegenseite kam Nils Rathje nach einem Patzer von Max Friesen an die Kugel, traf aber nur den Pfosten (45.).

In der Pause musste der Westerholzer Coach Ralf Milbrandt umstellen und beorderte Nils Rathje für den angeschlagenen Ostenfeld in die Spitze. Doch die Gäste waren der Führung näher, Atilla Iscan scheiterte mit einem Distanzschuss, Michel Müller hämmerte die Kugel per Freistoß an den Torwinkel (46./56.). Der dritte Versuch saß und Linus Baselt erzielte per Strafstoß die verdiente Führung (67.). Der Rückstand passte zur Situation der Milbrandt-Mannen, die im gegnerischen Strafraum den Ball verdaddelten. Das Umschaltspiel der Oberliga-Reserve lief schulbuchmäßig: Müller bediente Kapitän Baselt mit einem Steilpass, der wurde plump gefoult.

Die Gastgeber zeigten sich aber kämpferisch. Nach einer herrlichen Kombination über Björn Banehr und Nils Rathje vergab der eingewechselte Arne Behrens einen Hochkaräter aus der Nahdistanz (72.). Danach stellte Milbrandt auf Dreierkette um und suchte die totale Offensive. Das eröffnete den Gästen Konterchancen, doch Keeper Dittmer vereitelte gute Abschlüsse durch Emirhan Ünlü und Buba Jabbi (88./89./90.). Bei Westerholz/Hetzwege sah Marten Berndt in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot.

„Rotenburg hatte den besseren Elfmeterschützen und hat gewonnen“, gestand Hans Wahlers. RSV-Keeper Stripling meinte: „Das war ein sehr emotionaler Sieg. Ich bin stolz darauf, dass wir das Derby gewonnen haben.“

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